Nach Amtsantritt: Macron trifft Merkel am Montag

Der künftige französische Präsident Emmanuel Macron und der scheidende Amtsinhaber Francois Hollande nehmen in Paris am Tag nach der Präsidentenwahl in Frankreich an der traditionellen Gedenkzeremonie zum Sieg über Nazi Deutschland im Zweit

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem Wahlsieg von Emmanuel Macron bei der französischen Präsidentschaftswahl die Hoffnung auf eine enge Zusammenarbeit geäußert. Der Antrittsbesuch in Deutschland werde Macrons erste offizielle Auslandsreise sein, sagte seine Beraterin Sylvie Goulard dem Sender CNews. Macron übernimmt die Amtsgeschäfte am Sonntag vom scheidenden Präsidenten Hollande. Sie wolle mit einem Investitionsprogramm auf ihn zugehen und über weitere Maßnahmen zur Stärkung der Eurozone reden. Bereits Mitte März wurde Macron im Kanzleramt empfangen, damals war dieser noch unabhängiger Präsidentschaftskandidat.

Die CDU-Vorsitzende präzisierte in Düsseldorf: "Ich denke schon seit 2013 über ein Budget in der Eurozone nach, mit dem wir reformfreudigen Ländern helfen können".

Macron hatte im Wahlkampf erklärt, er wolle die Staatsquote verringern.

Die von Hollande und nun von Macron gewünschten Euro-Bonds, Anleihen, für die mehrere EU-Staaten gemeinsam haften, lehnt Merkel allerdings weiter ab. Ein selbstbewusst auftretender französischer Präsident könnte, so dieses Kalkül, dazu führen, dass die EU-Kommission im Umgang mit den Schuldenländern und in Sachen Sozialpolitik weniger restriktiv agiert. Langfristig scheint die proeuropäische Gesinnung im größten deutschen Partnerstaat aber keineswegs sicher, da ein starkes Drittel der Franzosen indirekt gegen die EU gestimmt hat.

Deutschland und Frankreich seien seit Jahrzehnten eng verbunden und stimmten sich eng ab. Wie die Bundesregierung mitteilte, wird der 39-Jährige am Montag in Berlin erwartet. Deren Management sei aber problematisch gewesen: "Wir können nicht sehr zufrieden sein mit dem Ergebnis".

Merkel sagte dem früheren französischen Wirtschaftsminister umgehend ihre Unterstützung bei Wirtschaftsreformen zu.

Macrons Reformpläne sind im Berliner Regierungslager auf ein geteiltes Echo gestoßen.

Seibert schloss nicht aus, dass bei dem Treffen auch das Thema eines deutsch-französischen Investitionsfonds zur Sprache kommt.

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