"King Arthur - Legend of the Sword" | König Arthur - Die Auferstehung in 3D

King Arthur Legend of the Sword

Nur der Glanz dieser (erfundenen) Vergangenheit und seines "one and future King" verging nie, im Gegenteil: Aus der Ferne ging von König Arthur und den seinen nur ein noch größeres Strahlen aus - bis in unsere Tage.

Das sei ins Gedächtnis gerufen angesichts dieses Filmchens, das behauptet, von "König Arthur" zu handeln. Charlie Hunnam sieht dagegen eher etwas primitiv und grobschlächtig aus, darum ist er in diesen Kategorien der Gute. Klingt mysteriös, doch der Name des Regisseurs gibt die Richtung vor: Der Brite Guy Ritchie hat sich des historischen Stoffes angenommen. Der Zuschauer wundert sich vor allem: Das soll König Arthur sein? Ein junger, von drei Prostituierten erzogener Schläger, ein aggressiver Straßenjunge, der vor Kraft kaum laufen kann, und der diese Kraft nur unzureichend beherrscht? Und der so aussieht, als könne er zwar wie einst Seewolf Raimund Harmstorf rohe Kartoffeln mit der bloßen Faust zu Brei quetschen, aber nicht so, als hätte er in seinen Leben jemals auch ein einziges Buch aufgeschlagen. Mit seiner zwielichtigen Bande treibt er in der Hauptstadt sein Unwesen, bis er eines Tages das magische Schwert Excalibur aus einem Stein zieht und dem jungen Mann klar wird, dass er zu Höherem bestimmt ist. Erst als er mit dem mythischen Schwert Excalibur eher durch Zufall in Berührung kommt, fährt es ihm wie mit einem Blitz durch Mark und Bein. Bald schließt er sich nun einer Rebellion gegen böse Fremdherrscher an. Im Zuge eines hübsch inszenierten Tumults befreien Rebellen den Todgeweihten. Um seinen Thron zurückzuerobern muss er sich nicht nur gegen den tyrannischen Herrscher Vortigern, sondern auch seinen eigenen Dämonen stellen.

Dieser Arthur ist ein Volksheld, kein Vertreter einer Adelselite, sondern eher der Führer eines Arbeiteraufstands, ein Ernst Thälmann des Mittelalters. Wie das im Kino des 21. Jahrhundert so ist, vertrat man aber politische Missionen nie allein, es muss schon auch noch persönliche, ganz private Betroffenheit hinzukommen. Inszenatorisch fängt der Film gut an, gegen Ende lässt alles aber doch etwas nach.

Mit anderen Worten: Man kann diesen Film gut angucken.

Legend of the Sword" wird derzeit von der Presse verrissen, und auch die Kollegen von "ME.Movies" lassen kein gutes Haar an der aufgepimpten Legendenstory: "Ritchie nimmt die Artus-Sage und versucht sie mit einer Coolness zu überziehen, die diese überhaupt nicht nötig hat.

Weil die Story im Prinzip immer die gleiche ist, liegt die Herausforderung jeder König-Arthur-Verfilmung darin, welche Episoden am sich herauspickt, und wie man sie kombiniert.

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