Trump sucht Anti-Terror-Allianz mit Muslimen

Donald Trump und Ägyptens Präsident Abdel Fattah al Sisi während eines Treffens in Saudi-Arabien

US-Präsident Donald Trump will an seinem zweiten Besuchtstag in Saudi-Arabien heute eine mit Spannung erwartete Grundsatzrede über seine Vision von einem friedvollen und toleranten Islam halten. Es seien bereits ungefähr eine Million neuer Jobs geschaffen worden.

Zugleich will Trump nach US-Medienberichten die Führer arabischer Staaten aufrufen, sich dem Kampf gegen den Terrorismus anzuschließen sowie dem Einfluss des Irans in der Region entgegenzutreten.

"Wir sind nicht hier, um gute Ratschläge zu erteilen".

Solange das "iranische Regime" nicht bereit sei, ein "Partner für Frieden" zu sein, müssten alle Nationen zusammenarbeiten, um es zu isolieren.

Der US-Präsident nutzte seine Rede in Riad auch für eine Botschaft an das Publikum daheim. Weitere Arbeitsplätze würden durch die Vereinbarungen entstehen, die er nun mit der saudischen Führung getroffen habe. Zum Auftakt von Trumps erster Auslandsreise als Präsident schlossen die USA und Saudiarabien mehrere milliardenschwere Abkommen.

Das Trump-Team hat damit nach Einschätzung der "New York Times" klargemacht, dass es bereit sei, Unterdrückung in Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten öffentlich zu übersehen, solange diese Staaten Verbündete seien - auf Gebieten, die für Trump besonders zählten wie Sicherheit und Wirtschaft.

Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen in der Region.

Menschenrechtsgruppen in den USA kritisierten die Rüstungsgeschäfte mit Saudiarabien, das seit mehr als zwei Jahren Luftangriffe gegen vom Iran unterstützte Rebellen im Jemen fliegt. Die arabischen Länder lehnten Obamas Annäherung an den Iran und das Atomabkommen mit Teheran vehement ab.

Saudi-Arabien ist die erste Station seiner achttägigen Reise, die ihn in Länder des Nahen Ostens und nach Europa führt. Der von ihm entlassene FBI-Chef James Comey will sich in der Affäre um angebliche Absprachen zwischen Moskau und Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam öffentlich äußern.

Im Tross des 70-jährigen US-Präsidenten reisten auch dessen Tochter Ivanka und sein Schwiegersohn und Berater Jared Kushner.

Der US-Präsident war in der Vergangenheit wiederholt mit anti-islamischen Äusserungen aufgefallen. Vor der Weiterreise in den Vatikan und nach Brüssel ist auch ein Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas geplant.

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