Grundstein des weltweit größten optischen Teleskops gelegt

Das Extremely Large Telescope in der Atacama-Wüste im Norden von Chile in einer Computersimulation. Das ELT soll das größte optische nahinfrarote Teleskop der Welt werden

In der chilenischen Atacamawüste ist am Freitag der Grundstein für das größte optische Teleskop der Welt gelegt worden. Der größte davon wir einen Durchmesser von 39 Metern haben. "Hier wird mehr als ein Teleskop errichtet: es ist eines der größten Exponate der Möglichkeiten der Wissenschaft und der Technologie sowie des Potenzials der internationalen Zusammenarbeit", erklärte Chiles Staatschefin Michelle Bachelet beim Festakt am Freitag. Der Armazones-Berg (3048 Meter hoch) befindet sich 130 Kilometer südlich von Antofagasta im Norden Chiles.

An dem Projekt des europäischen Forschungsinstituts ESO beteiligen sich 16 Länder, darunter auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

ESO-Chef Tim de Zeeuw sprach von einem riesigen Sprung, der mit dem neuen Teleskop gelingen könne.

Interessant ist, dass es sich dabei um ein Teleskop der Europäischen Südsternwarte ESO handeln wird, das die Planeten außerhalb unseres Sonnensystems erkunden soll. Dieses Ziel könnte im nächsten Jahrzehnt erreicht werden, sind die Astronomen zuversichtlich. Das "Extremely Large Telescope" (ELT) verfügt über einen Spiegel von 39 Metern Durchmesser. In der Atacama-Wüste mit ihrem trockenen Klima ist der Himmel besonders klar und daher als Standort ideal.

Die Baukosten betragen rund 1,1 Milliarden Euro. Schon heute hat sie drei Beobachtungsstandorte in der Atacamawüste: Darunter mit dem Very Large Telescope (VLT) das weltweit leistungsfähigste Observatorium für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren Lichts. Das ELT-Projekt entstand Ende der 1990er-Jahre, als man sich in der europäischen Südsternwarte fragte, ob es möglich sei, ein 100-Meter Teleskop zu bauen. Das würde aber drei bis vier Milliarden Euro kosten. In den USA werden zwei Initiativen vorangetrieben, um öffentliche Gelder zum Bau eines Riesenteleskops zu sammeln. Eine ist die des 30-Meter-Teleskops vom California Institute of Technology (Caltech), für das Hawaii als Standort ausgewählt worden ist. Das zweite Projekt ist das Magellan-Riesenteleskop (GMT) der Carnegie Institution for Science, das mit seinem Spiegel von 24,5 Metern Durchmesser auch in Nordchile errichtet werden soll.

De Zeeuw glaubt, dass es für die Forschung durchaus nützlich sein kann, mehrere Riesen-Teleskope gleichzeitig zu haben. "Das ist vorteilhaft für alle", betont er.

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