Männer vor Terroralarm bei Kontrolle aufgefallen

Das Festival wurde wegen Terrorgefahr unterbrochen am Tag danach aber fortgesetzt

Unbeeindruckt vom Terroralarm haben Zehntausende Musikfans beim Festival "Rock am Ring" gefeiert, getanzt und gesungen.

Den Beamten sei aufgefallen, dass die Männer sogenannte "All Area"-Bändchen trugen, mit denen sie uneingeschränkten Zugang zum Festivalgelände auf dem Nürburgring gehabt hätten". Außerdem hätten ihre Namen nicht zu den Personallisten gepasst, die der Veranstalter den Sicherheitsbehörden zur Überprüfung eingereicht habe. Daher habe eine Terrorgefahr mit Sprengstoff nicht ausgeschlossen werden können. Im Zuge der Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass die Männer von einem kurzfristig zur Aushilfe eingesetzten Subunternehmer an den Ring geschickt worden seien.

Nach WELT-Informationen handelte es sich bei den bei der Verkehrskontrolle überprüften Personen um drei Männer - einen Deutschen und zwei Syrer. Die beiden kontrollierten Männer sollen laut dem Bericht Anfang 20 sein und deutsche Pässe haben.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz teilte mit, bei Durchsuchungen der Wohnungen der Verdächtigen in Hessen seien einige Beweismittel sichergestellt worden. Als sich herausstellte, dass die Männer auch Kontakte zur salafistischen Szene in Hessen hatten, gab die Polizei die Terrorwarnung heraus und unterbrach das Festival. Einen konkreten Tatverdacht gibt es laut Polizei derzeit nicht.

Das berichtet die "Rhein-Zeitung" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Durch einen Zufall waren die beiden Besucher dann unter Terrorverdacht geraten. Gegen die drei Männer wurden Ermittlungsverfahren wegen der Vorbereitung eines "Explosionsverbrechens" eingeleitet. Sein Zwillingsbruder sitze weiterhin hinter Gittern; er sei als Kämpfer in Syrien gewesen.

Was ist im Übrigen passiert? Die Stimmung vor allem beim Auftritt der Toten Hosen am Samstagabend war so ausgelassen, wie man sie von früheren Festivals kannte. Knapp 90.000 Menschen mussten das Gelände am Nürburgring verlassen. Die Räumung verlief problemlos und friedlich. Die Bilanz der Sanitäter und Ärzte fiel festivalüblich aus: "Fußblasen, Schürfwunden und Prellungen wurden versorgt, erste Zecken entfernt und kleinere Verbrennungen behandelt", hieß es am Sonntag.

Lieberberg hatte zuvor die Unterbrechung des Festivals durch die Polizei kritisiert.

Leider konnten Rammstein ihren geplanten Auftritt vom Freitag nicht nachholen. Er verwahrte sich dabei gegen jegliche Versuche einer politischen Vereinnahmung. "Die Zeiten erfordern es allerdings, dass wir - und zwar wir alle - uns deutlich positionieren und wehrhaft zeigen gegen jegliche Art von Gewalt und Fanatismus".

Das Festival, so viel ist klar, soll auch 2018 stattfinden.

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