Sellering tritt zurück- Schwesig soll folgen

Erwin Sellering

Dieser würde wahrscheinlich auch im Bundestagswahlkreis Schwerin/Westmecklenburg antreten. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Mittwochausgabe) erfuhr, könnte der Vorsitzende der NRW-Landesgruppe im Bundestag, Achim Post, ihr Nachfolger im Parteiamt werden. Sie soll von Sellering auch den SPD-Landesvorsitz übernehmen, bisher war sie Vize-Landeschefin.

Trotzdem wurde sie in Berlin anfangs ziemlich unterschätzt.

Sie habe vor, eine starke Ministerpräsidentin auch mit ostdeutscher Stimme zu sein, die sich weiter in die Bundespolitik einmische, sagte Schwesig. Aber die Gegner in und außerhalb der SPD sollten sich täuschen. Genauso wie mit dem Reizthema Lohngleichheit von Mann und Frau. Die Nominierung Schwesigs als seine Nachfolgerin bezeichnete er als "große Selbstverständlichkeit".

Als jüngsten Erfolg darf die 43-jährige Sozialdemokratin die Aufbesserung des Unterhaltszuschusses für Alleinerziehende verbuchen. Eines Tages vielleicht sogar als Kanzlerkandidatin oder/und SPD-Chefin. Es werde weiter zentral um das Thema Gerechtigkeit gehen - und darum, dass die SPD den künftigen Kanzler im Land stelle. Sie holte sich die Wahlkampfmanagerin von Malu Dreyer ins Team und hielt sich wacker an der Seite des sprunghaften Sigmar Gabriel, der ihre Vorgängerin vom Platz gejagt hatte.

Martin Schulz als Vorsitzender der Sozialdemokraten war nach einem Telefonat mit Sellering seit Montagabend darüber im Bilde, dass er die Nachfolge von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig würde regeln müssen. "Wenn ich mir ein Ministerium hätte aussuchen können, dann wäre es dieses gewesen". Ebenso wie Schwesig ist Barley zweifache Mutter. Heil hatte das Amt bereits von November 2005 bis November 2009 inne. Mit Martin Schulz, so heißt es, wurde sie nie so richtig warm. Zu politischen Inhalten will sich Schwesig nach eigenen Angaben erst nach Beratungen mit den SPD-Gremien äußern. Ein neuer Generalsekretär bringe vor allem Wahlkampf mit sich, sagte Hubertus Heil im ZDF heute journal. Das Personalkarussell kam in Gang, weil Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) am Dienstag wegen einer Krebserkrankung seinen Rückzug angekündigt hat.

Erwin Sellering tritt krankheitsbedingt von allen Ämtern zurück. Für die anstehende Zeit wünschen wir ihm und seiner Familie viel Kraft und hoffen von ganzem Herzen auf eine baldige Genesung. Offensichtlich überraschend war bei ihm eine Lymphdrüsenerkrankung diagnostiziert worden. Das ist der Wahlkreis, den Schwesig als Direktkandidatin bei der Wahl im September von der CDU zurückerobern wollte.

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