Außenseiterin aus Lettland zieht ins Finale der French Open ein

Regenwolken über Roland Garros

Die Lettin Jelena Ostapenko hat das spannende Duell der Geburtstagskinder gewonnen und steht völlig überraschend im Endspiel der French Open in Paris. Ein Erfolg am Samstag würde sie auch zur Nummer eins der Welt machen, Halep würde dann Angelique Kerber ablösen.

Für Halep steht nicht nur der Gewinn ihres ersten Major-Titels auf dem Spiel, sondern auch die Weltranglisten-Spitze. Die Kielerin war in Paris bereits in der ersten Runde ausgeschieden.

Nach ihrem sensationellen Finaleinzug bei den French Open freute sich Jelena Ostapenko auf eine kleine Geburtstagsparty. "Ich muss gegen sie aggressiv bleiben, aber es wird hart", weiss Ostapenko, die am Halbfinal-Tag ihren 20. Geburtstag mit ihrem bisher grössten Sieg gefeiert hat.

Timea Bacsinszky erreicht am French Open zum zweiten Mal nach 2015 die Halbfinals. Ostapenko ist die erste ungesetzte Spielerin, die bei den French Open in der Profi-Ära triumphiert hat.

Ostapenko, die als erste Lettin überhaupt einen Major-Sieg feierte, begeisterte die Zuschauer erneut mit ihrem riskanten Spiel.

Halep trifft nun am Samstag (15.00 Uhr/Eurosport) im Match um den silbernen Coupe Suzanne Lenglen auf die Weltranglisten-47. "Ich denke, das war ein schönes Geburtstagsgeschenk",. Bacsinszky musste sich in der Mitte des ersten Satzes darüber hinaus behandeln lassen: Sie war bei einem Ausfallschritt im Sand hängen geblieben, hatte sich dabei am rechten Oberschenkel verletzt, konnte aber weiterspielen und schaffte es sogar in den Tiebreak. Doch schon im Halbfinale habe es Phasen gegeben, in denen sie nervös gewesen sei, gestand die Lettin.

Ostapenko bestach auch gegen ihre ehemalige Doppelpartnerin Bacsinszky mit knallharten Grundlinienschlägen. Winner nach 63 Minuten.

Die Vorentscheidung im dritten Durchgang fiel, als Halep nach einem Break mit 5:3 in Führung ging. "Genieße es und und sei glücklich und mach weiter so, weil du wie ein Kind bist", sagte die Rumänin zu Ostapenko. Bei äusserst schwierigen Verhältnissen mit starkem und immer wieder wechselndem Wind, war die Schweizerin deutlich weniger fehleranfällig und auch taktisch cleverer. Die 32-Jährige verlor am Donnerstag in Paris das Finale mit ihrem kolumbianischen Tennis-Partner Robert Farah gegen die Kanadierin Gabriela Dabrowski und den Inder Rohan Bopanna mit 6:2, 2:6, 10:12.

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