Spitzen von CDU und CSU attackieren Schulz

SPD-Parteitag

Berlin (dts) - Der frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi hat SPD-Chef Martin Schulz für dessen Vorwürfe gegen Kanzlerin Angela Merkel kritisiert. "Er scheint zu einem relativ frühen Zeitpunkt des Wahlkampfes die Nerven verloren zu haben", sagte CSU-Chef Horst Seehofer am Montag in München.

Der SPD-Kanzlerkandidat hatte Merkel und der Union am Sonntag vorgeworfen, sich inhaltlichen Debatten im Bundestagswahlkampf zu verweigern.

Schulz wende die gleiche Wahlkampftaktik an wie Kanzlerin Angela Merkel, kritisierte Wagenknecht. Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, Schulz habe sich "vergaloppiert". "Das ist kein gutes Zeichen für einen Kanzlerkandidaten". Kritik äußerte Lindner aber auch an der Union: "Ich finde die Aufregung in der Union allerdings auch etwas gekünstelt". "Wenn man so scharfes Vokabular wie Herr Schulz verwendet, dann besteht zweifellos die Gefahr einer Verharmlosung der echten Feinde der Demokratie", sagte der Liberale der "Heilbronner Stimme" (Dienstagausgabe). Als Kanzlerkandidat Schulz nominiert worden sei, habe es bei vielen die Hoffnung gegeben, dass die SPD wieder eine sozialdemokratische Partei werde, sagte sie der "Welt". "Ich finde das ist in diesem Fall gelungen", sagte Oppermann am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Und: "Wahlkampf ist nicht das Hin- und Herwerfen von Wattebäuschchen".

Aber wer die SPD schon abschreibt, hätte sich am Abend vor dem Parteitag bei ihrem Grillfest in der Kampfbahn "Rote Erde", gleich neben dem Westfalenstadion, eine Currywurst mit regenfeuchten Pommes genehmigen sollen. Schulz habe zwar gezeigt, dass er gegenüber Merkel noch nicht aufgegeben habe. Sie bemängelte, dass die Partei bei der Steuer "mal wieder allein auf Umverteilung" setze.

Die SPD will bei der Bundestagswahl raus aus der Großen Koalition.

Zum Thema Rentenpolitik sagte Seehofer, er könne nicht verstehen, dass die SPD ihre eigene Regierungsarbeit so schlecht bewerte.

Die SPD fordert unter anderem Steuerentlastungen für kleine und mittlere Einkommen sowie höhere Steuern für Spitzenverdiener.

Kurzbeschreibung: Martin Schulz ist ein deutscher Politiker (SPD). "Das Programm der SPD hat eine große Leerstelle: Beim Klimaschutz kneift die SPD", erklärte Spitzenkandidat Cem Özdemir. Er warf den Sozialdemokraten vor, nichts zum Ausstieg aus der Kohleenergie zu sagen, ohne den die Klimaschutz-Ziele aber nicht zu erreichen seien.

Um die umstrittene Wiedereinführung der Vermögenssteuer soll sich eine Kommission kümmern, wie der Vorstand am Samstag einstimmig beschlossen hatte. Zudem wolle die SPD bis 2050 lediglich "weitestgehend "auf erneuerbare Energien umsteigen - "ohne ein klares Instrument vorzuschlagen", bemängelte der Grünen-Chef".

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