Traumfinale perfekt: Auch Alexander Zverev im GWO-Finale

Karen Chatschanow

Federer spielte in seinem elften Final von Halle nicht nur wie aus einem Guss, sondern hatte auch seine Hausaufgaben gegen den aufschlagstarken Schlaks gemacht. Eva Herzigova hatte sich vor der Zeremonie nicht einmal nachschminken müssen, so rasch war der Spuk vorbei gewesen. Nur 53 Minuten benötigte er für diese 6:1 und 6:3-Lehrstunde, mit der er den Weltranglistenzwölften vom Rasen fegte und seinen neunten Titel in Halle besiegelte. Federer hatte sich bei den Gerry Weber Open zuvor gegen den Russen Karen Chatschanow mit 6:4, 7:6 (7:5) durchgesetzt.

Revanche für das letzte Jahr? Gegen Zverev hatte er im vergangenen Jahr im Halbfinale verloren, gegen Gasquet lautet seine Bilanz 15:2-Siege.

Die Veranstalter im Ostwestfälischen wollen Alexander Zverev mittelfristig zum Nachfolger von Federer aufbauen, sogar ein Vertrag auf Lebenszeit, wie ihn der Grand-Slam-Rekordchampion besitzt, ist im Gespräch.

Lediglich drei mickrige Pünktchen gelangen Zverev im ersten Satz beim Aufschlag des Schweizers, nach gerade einmal 22 Minuten holte sich Federer den ersten Satz mit 6:1.

Doch der Final verlief dann denkbar einseitig. "Er hat sich beim ersten und zweiten Aufschlag enorm verbessert und hat eine der besten Rückhände auf der Tour", sagte Federer. Zverev konnte da nur neidlos gratulieren.

Ein Bariton hatte für Federer nach dem Matchball die Schweizer Nationalhymne intoniert, als Lippenleser konnte man dem Champion Textsicherheit attestieren. "Ich habe mich gut gefühlt und nie nachgelassen", sagte Federer. Zverev kassierte dagegen wie im Vorjahr im Finale eine Niederlage und bekam von seinem großen Idol eindrucksvoll die Grenzen aufgezeigt. Es ist der neunte Triumph für den Schweizer im Vorbereitungsturnier für Wimbledon. Federer spielte jedoch erneut seine Übersicht aus (3:2), brachte Zverev mit seinem nächsten Stoppball zur Verzweiflung und sicherte sich mit dem nächsten Break das 4:2, auch weil der Deutsche im spektakulärsten Ballwechsel des Spiels am Netz gescheitert war.

Deutschlands Tennis-Hoffnung Alexander Zverev ist ohne jede Chance.

Vielleicht ist es tatsächlich so, wie Federer es dieser Tage beschrieben hatte. Nur 52 Minuten dauerte das Finale.

Gegen den Weltranglisten-38. Chatschanow musste Federer nach seinen Siegen gegen die deutsche Nummer zwei Mischa Zverev (Hamburg) und Titelverteidiger Florian Mayer (Bayreuth) nicht an seine Leistungsgrenze gehen.

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