Unglaubliche Reaktion von ihrem Chef

Depressionen psychische Erkrankungen Psyche Chef Angestellte Krankheit

"Nächste Woche werde ich hoffentlich wieder frisch und zu 100 Prozent zurück sein".

Madalyn, die als Entwicklerin beim Software-Hersteller Olark beschäftigt ist, leidet schon seit längerer Zeit an Depressionen. Kritiker fürchten, sie könnten von Angestellten ausgenutzt werden, um aus Faulheit zu Hause zu bleiben. "Liebes Team, ich nehme mir heute und morgen frei, um mich auf meine psychische Gesundheit zu fokussieren", schreibt Parker.

Bereits in der Vergangenheit hatte sich Parker aus diesem Grund für einige Tage krankgemeldet. "Hey Madalyn, ich wollte dir persönlich dafür danken, dass du Mails wie diese verschickst". Denn jedes Mal, wenn er diese erhalte, würden sie ihn daran erinnern, wie wichtig es sei, Krankheitstage für die psychische Gesundheit zu nehmen. Das sah auch Madalyns Chef Ben Congleton so.

Parker war so gerührt von der Antwort ihres Chefs, dass sie die Nachrichten auf Twitter veröffentlichte. Ich kann nicht glauben, dass das noch nicht überall Standard ist. Du bist für uns alle ein Vorbild und hilfst dabei, dieses Stigma zu durchbrechen. Nichts ahnend, dass sie damit eine Diskussion im Netz lostreten würde. Der Beitrag wurde innerhalb von zwei Wochen 15.000-mal retweetet und mehr als 42.000-mal mit "Gefällt mir" markiert.

Unter dem Posting der Webdesignerin entbrennt eine Diskussion über mentale Gesundheit.

Menschen, die unter Depressionen, Angstzuständen oder anderen psychischen Erkrankungen leiden, werden heute noch immer häufig dafür stigmatisiert. Sie meldete sich für zwei Tage krank - und bekam dafür ein Lob ihres Chefs. Andere beglückwünschen Madalyn Parker zu ihrem tollen Chef und fragen, ob in ihrem Unternehmen nicht bald ein Job ausgeschrieben sei.

Eigentlich müssten Vorgesetzte jedenfalls genauso viel Verständnis für psychische wie für körperliche Krankheiten haben. "Es ist extrem schwer, ehrlich über psychische Probleme am gewöhnlichen Arbeitsplatz zu sprechen", schrieb Congleton.

Die Geschichten der Menschen unter Parkers Tweet hätten ihn sehr berührt. Schließlich sei einer von sechs Amerikanern in medizinischer Behandlung wegen psychischer Probleme. Das führt unter anderem dazu, dass Betroffene beim Fernbleiben vom Arbeitsplatz andere Krankheitsursachen vorschieben.

"Es ist 2017. Wir sind eine Wissensgesellschaft". "Psychische Gesundheit ist genauso wichtig und ernst zu nehmen wie physische Gesundheit", kommentiert einer. Unsere Berufe verlangen von uns, dass wir ständig geistige Höchstleistungen bringen. "Wenn sich Leistungssportler verletzen, setzen sie sich auf die Bank und erholen sich. Lasst uns endlich begreifen, dass unser Gehirn ganz ähnlich funktioniert".

In den USA gibt es in vielen Unternehmen mittlerweile die Möglichkeit sich einen sogenannten "Mental Health Day" zu nehmen.

Ähnliche Neuigkeiten:

Heiße Neuigkeiten

isis-killer-beheading-video-story-top Alles für AR: iPhone 8 mit Laser-Entfernungsmesser?
Jul 14, 2017 - 18:06
Blogger John Gruber ist für seinen guten Draht zu Apple und ausführliche Analysen und Tests zu neuer Apple-Hardware bekannt. Die Komponenten dafür, die vom Hersteller Broadcom stammen, sind allerdings nicht das Problem, sondern die Software.

DFB ersetzt Auto-Partner Mercedes durch VW
Jul 14, 2017 - 15:21
Einem Bericht der "Welt" zufolge soll Volkswagen zwischen 25 bis 30 Millionen Euro pro Jahr zahlen. DüsseldorfNach 45 Jahren trennt sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vom Sponsor Mercedes-Benz.

isis-killer-beheading-video-story-top Polizei Warendorf: Amnestie für illegalen Waffenbesitz - Kreispolizeibehörde Warendorf nimmt Waffen entgegen
Jul 14, 2017 - 14:50
Die dort zum Download bereit gestellten Anträge wurden nach Angaben der Polizeisprecherin bereits den neuen Regelungen angepasst. Im Jahre 2009 gab es schon einmal deutschlandweit eine solche Aktion: Damals wurden rund 26.600 Waffen abgegeben.