1,3 Mio. Veganer in Deutschland: Kann das gesund sein?

1,3 Mio. Veganer in Deutschland: Kann das gesund sein?

Immer mehr Menschen machen sich heutzutage Gedanken und, Sorgen sowohl über ihre Gesundheit als auch über die Umwelt, in der sie leben. Vor allem die katastrophalen Verhältnisse in Tierhaltungs- und Schlachtbetrieben führen immer wieder zu Schlagzeilen. Aber meistens steht die eigene Gesundheit im Mittelpunkt und es werden Wege gesucht, diese zu verbessern. Viele wenden sich deshalb der pflanzenbasierten Lebensweise zu. Veganismus ist heutzutage nicht mehr nur eine Ernährungsweise, sondern ein Lifestyle, den auch viele Stars und erfolgreiche Sportler vorleben. Die mehrfache Welt- und Europameisterin im Kickboxen Claudia Grammelspacher, der Star-Fußballer Jermain Defoe oder auch die Tennisschwestern Serena und Venus Williams machen es vor. Trotz oder gerade wegen ihrer veganen Ernährungsweise werden diese Profisportler bei Online-Wetten hoch gehandelt

 

Über 1,3 Mio. Deutsche sind es im Jahr 2017, die sich dazu entschlossen haben, sich vegan zu ernähren und alle tierischen Produkte von ihrem Speiseplan zu streichen. Doch führt eine rein pflanzliche Ernährung wirklich zu gesundheitlichen Vorteilen? Und bekommt man damit wirklich alle lebensnotwendigen Vitamine, Mineralstoffe und Proteine? Der Großteil der bisher durchgeführten wissenschaftlichen Studien belegen eine eindeutige Verbesserung der Gesundheit bei Veganer. Es wurde bewiesen, dass Veganer durchschnittlich schlanker sind, einen niedrigeren Blutdruck sowie einen niedrigeren Cholesterinspiegel im Vergleich zu Mischköstlern haben. Das alles führt zu einem niedrigeren Risiko an Herz-Kreislauf-Beschwerden als auch Krebs oder Diabetes zu erkranken. 

 

Diese gesundheitlichen Vorteile können damit erklärt werden, dass die vegane Ernährung reich an Ballaststoffen, Kalium, Magnesium, Folsäure, sekundären Pflanzenstoffen als auch den Antioxidantien Vitamin C und E ist. Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse: Mehr braucht man nicht, um sich gesund und nachhaltig zu ernähren. 

 

 

Was sind die Nachteile einer veganen Lebensform?

 

Immer wieder kommt die Frage auf, ob durch eine vegane Ernährung genug Kalzium und Vitamin D zugeführt werden und ob Veganer nicht ein erhöhtes Risiko hätten, an Osteoporose zu erkranken. Es ist jedoch kein Problem für Veganer, ausreichend Kalzium und Vitamin D zuzuführen. Lebensmittel wie dunkelgrünes Blattgemüse, Brokkoli, Rosenkohl, Kohl, Tofu, Orangen, Sesam, Feigen, Süßkartoffeln, Avocado und Pilze decken diesen Bedarf. 

 

Kalium- und magnesiumhaltiges Obst und Gemüse führen außerdem zu einem basischen Milieu im Körper, das sich positiv auf die Knochenstabilität auswirkt. Dieses basische Milieu ist vor allem mit zunehmendem Alter von Vorteil, wenn die Nieren immer mehr Probleme bekommen, überschüssige Säure abzubauen. Vitamin K reiches Blattgemüse unterstütz die Bildung des wichtigen Knochenproteins Osteocalcin. Frauen mit einer höheren Vitamin K Zufuhr hatten ein 45 % niedrigeres Risiko, einen Leistenbruch zu bekommen, als Frauen mit einem niedrigen Vitamin K Spiegel. 

 

Auch Soja wirkt sich durch die darin enthaltenen Isoflavone positiv auf die Knochendichte aus, vor allem bei Frauen in den Wechseljahren. 

 

Das einzige Vitamin, um das sich Veganer Sorgen machen müssen, ist Vitamin B12. Mischköstler bekommen ihr Vitamin B12 über Fleisch oder andere tierische Produkte, da den Tieren Vitamin B12 in das Futter gemischt wird. Veganer sollten direkt Vitamin B12 Präparate einnehmen, da ein Mangel zu Verminderung der Koordinationsfähigkeit, Vergesslichkeit und zu Konzentrationsproblemen führen kann. Aber auch Mischköstler sollten ihre Vitamin B12 Werte regelmäßig überprüfen lassen, da mit dem Alter die Fähigkeit abnimmt, Vitamin B12 aus tierischen Produkten aufzunehmen. 

 

Veganer sollten außerdem auf eine ausreichende Zufuhr von Omega 3 Fettsäuren achten, da diese wichtig für die Bildung von Gehirn- und Nervenzellen sind. Pflanzliche Quellen sind zum Beispiel Leinsamen, Rapsöl, Walnüsse und Sojaprodukte. 

 

Zusammenfassung

 

 

Eine ausgewogene vegane Ernährung bietet nur gesundheitliche Vorteile und verringert gleichzeitig Tierleid und schützt die Umwelt. Altersbedingte gesundheitliche Probleme wie Übergewicht, Bluthochdruck und Herzerkrankungen können vermieden werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, überwiegend vollwertige und nicht verarbeitete Lebensmittel zu sich zu nehmen und so wenig wie möglich auf vegane Ersatzprodukte zurückzugreifen. 

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