US-Präsident Trump stellt Nordkorea "Feuer und Zorn" in Aussicht

Menschen in Südkorea verfolgen Trumps Statements zu Nordkorea im Fernsehen

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (CDU), hat die Europäer aufgefordert, alles dafür zu tun, um China bei der Lösung der Nordkorea-Krise im Boot zu halten. Dort sind "Feuer" und "Zorn" Umschreibungen des Gottesgerichts.

Kritik an Trumps feuriger Wortwahl hagelte es auch in den USA.

Nordkoreas Drohung ist eine Reaktion auf die Verlegung von B-1B-Langstreckenbombern, die mit Atomwaffen bestückt werden können oder dies sind, nach Guam, wo sie an Militärmanövern teilnehmen, und auf die jüngsten amerikanischen Raketentests. Damit wird einer der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt.

Die offizielle nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, der 61-jährige Hyeon Soo Lim sei aus gesundheitlichen Gründen aus der Haft entlassen worden. "Es ist nun weitaus stärker und schlagkräftiger als je zuvor".

Ob Präsident Donald Trump sich von der Rhetorik seines Erzfeinds Kim Jong-un hat anstecken lassen? Die USA sollten ihre "rücksichtslosen militärischen Provokationen" unterlassen, sodass man nicht "gezwungen" sei, eine "unvermeidliche militärische Entscheidung" zu treffen, sagte ein Armeesprecher laut KCNA. "Wie ich bereits gesagt habe, ihnen wird mit Feuer, Wut, und offen gesagt, Macht begegnet werden, wie es die Welt so noch niemals zuvor gesehen hat". Der republikanische Senator John McCain sagte, "große Führungspersönlichkeiten" drohten ihren Feinden nur, wenn sie auch zum Handeln bereit seien. Zwar versuche das US-Außenministerium alles, um der Bedrohung mit diplomatischen Mitteln Herr zu werden. Das Regime liess nicht lange mit einer Antwort auf sich warten: Die Streitkräfte kündigten einen möglichen Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam an. Seit den beiden Atomtests und mehr als 20 Starts ballistischer Raketen im vergangenen Jahr sei "eine neue Phase eingetreten", was die Bedrohung der Sicherheitslage durch die Regierung in Pjöngjang angehe. In dem Fox-Beitrag heißt es, angeblich habe Nordkorea Lenkwaffen zur Bekämpfung von Schiffen auf ein Boot vor seiner Ostküste verlegt. Solange die USA ihre feindselige Politik beibehielten, werde es keine Verhandlungen geben. Die Frage sei, "ob nur die USA die Option eines von ihnen so genannten "Präventivkriegs" haben". Auch Peking habe kein Interesse an einem atomar hochgerüsteten Nachbarn Nordkorea.

Unterdessen wies Japan darauf hin, dass Nordkorea bei seinem Atomwaffenprogramm erhebliche technologische Fortschritte gemacht habe. Der jetzt bekannt gewordene Schritt sei für Nordkorea ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer vollwertigen Atommacht.

Ein in Tokio veröffentlichtes Weißbuch des japanischen Verteidigungsministeriums kommt zu dem gleichen Schluss.

Der Konflikt mit dem kommunistisch regierten Land gilt als der derzeit gefährlichste der Welt.

In Seoul hat das konkrete Folgen: Unter dem Eindruck der Gefahr aus dem Norden rief Südkoreas Präsident Moon Jae zu einer tiefgreifenden Reform der eigenen Streitkräfte auf. Südkorea will unter anderem Raketen mit höherer Sprengkraft anschaffen, um unterirdische Bunker zerstören zu können. Zuletzt hatte Pjöngjang nach der Verhängung neuer UN-Sanktionen mit Vergeltung gedroht. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10 000 Kilometern.

Im Atomkonflikt zwischen den USA und Nordkorea hat sich der Ton deutlich verschärft.

Das würde bedeuten, dass Nordkorea näher am Ziel einer Atomrakete ist als bisher angenommen.

Ähnliche Neuigkeiten:

Heiße Neuigkeiten

isis-killer-beheading-video-story-top Einigung auf Reform des DFB-Pokals greifbar
Aug 10, 2017 - 15:21
DFB-Präsident Reinhard Grindel sprach in der Neuen Osnabrücker Zeitung von einer Entscheidung in den kommenden Monaten. Runde mit den Europapokal-Teilnehmern sollte aber auch im September gespielt werden.

isis-killer-beheading-video-story-top "Watch": Facebook setzt verstärkt auf Video-Inhalte
Aug 10, 2017 - 12:36
Das bisherige Videoangebot wird durch eine neue Sektion namens "Watch" ersetzt, das eine bessere Navigation ermöglicht. Mit dem neuen Video-Dienst "Watch" will Facebook TV-Shows auf seiner Plattform anbieten.

isis-killer-beheading-video-story-top Aus bei der ARD: Mehmet Scholl ist jetzt ein Ex-Experte
Aug 10, 2017 - 11:50
Beide hätten sich darauf geeinigt, ihre Zusammenarbeit ab sofort zu beenden, teilte der TV-Sender am Donnerstagmorgen mit. Am heutigen Donnerstag folgt nun via Pressemitteilung die Verkündung der Vertragsauflösung.