Falsche Polizisten treiben in Bayern ihr Unwesen

110 Betrug am Telefon

Das Thema "Falsche Polizeibeamte" ist heute auch Gegenstand einer ausführlichen Pressemitteilung des "Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK)" und soll auch in der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst", heute Abend um 20:15 Uhr beleuchtet werden.

Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.

Jetzt warnt die Polizei wieder davor.

Mit geschickter Gesprächsführung bringen die Täter manche Opfer dazu, ihr gesamtes Barvermögen und mitunter sogar den Inhalt von Bankschließfächern nach Hause zu holen. Sie fordern die Angerufenen auf, Wertgegenstände und Geld "vorübergehend" und nur zum Schutz einem vermeintlichen Kollegen zu übergeben. Der bisher höchste Beuteschaden einer einzelnen Tat in NRW liegt bei 523.850 Euro.

"In Zuständigkeitsbereich der Bonner Polizei gab es in diesem Jahr bislang 80 solcher Fälle", so Polizeisprecherin Ruth Braun.

Im vergangenen Jahr versuchten in Schleswig-Holstein Täter in über 160 Fällen so an das Geld ihrer Opfer zu kommen - in 12 bekannt gewordenen Fällen waren sie leider erfolgreich. Andere Vorwände seien, dass die Ersparnisse auf untergeschobenes Falschgeld überprüft oder in der Wohnung Spuren gesichert werden müssten.

Wer nach einem verdächtigen Anruf unsicher ist, sollte sich ans örtliche Polizeirevier wenden oder selbst die 110 wählen - aber niemals auf Wahlwiederholung drücken, weil er dann möglicherweise wieder bei den Betrügern landet. Der Anrufer Sie dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzunehmen, z.B. zu einem Boten, der Ihr Geld und Ihre Wertsachen mitnehmen soll.

Mit dieser Masche sind auch Betrüger in Niederbayern und der Region weiter aktiv. Teils würden die Angerufenen auch aufgefordert, Western-Union-Überweisungen vorzunehmen - angeblich, um Betrügerbanden das Handwerk zu legen. Zum Glück ist es in allen Fällen zu keinem Schaden gekommen. Manchmal geben sich die Betrüger als Polizisten aus, manchmal auch als Staatsanwälte oder Beamte des Bundeskriminalamts. Wie funktioniert die BetrugsmascheDie gefälschte Rufnummer erhalten die Kriminellen über das sogenannte "Call-ID-Spoofing" - das ermöglicht die Anzeige einer frei wählbaren Telefonnummer im Display des Angerufenen mittels Internettelefonie. Die Nummer ist daher keine sichere Möglichkeit, einen Anrufer zu identifizieren. Dabei würden die Täter eine spezielle Technik nutzen, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt - obwohl die Anrufer zumeist aus dem Ausland agieren.

Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.

Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Dass man von der Polizei-Notrufnummer einen Anruf bekommt, kann nicht passieren.

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