Nordkorea droht USA bei Provokation mit Erstschlag

US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea mit eindringlichen Worten vor weiteren Provokationen gewarnt.

Die Streitkräfte zögen eine solche Attacke "ernsthaft in Erwägung", meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch.

Trump erkenne offensichtlich nicht den Ernst der Lage und der jüngsten Stellungnahmen aus Pjöngjang, hieß es weiter. Auch das Risiko eines Atomwaffeneinsatzes infolge eines Militärschlags gegen das nordkoreanische Regime einzugehen.

Am Dienstag konnte man Donald Trump erleben, wie er diese Sätze sagte: "Nordkorea sollte den Vereinigten Staaten nicht noch einmal drohen".

Pjöngjang konterte diese Äußerungen Trumps mit der Androhung eines Raketenangriffs auf das 3.000 Kilometer entfernte Guam im Pazifik. Der Plan zum Angriff könne "jederzeit" ausgeführt werden, sobald Staatschef Kim die Entscheidung dazu treffe, sagte ein Armeesprecher.

Nach Informationen der "New York Times" hatte Trump seine weltweit beachteten "Feuer und Wut"-Äusserungen nicht vorher mit seinem Stab abgesprochen".

Der US-Präsident reagiert auf einen Bericht, der darlegt, dass Nordkorea dem Bau einer Atomrakete immer näher kommt. Sie stützt sich dabei auf Aussagen von Beratern Trumps. Er glaube nicht, dass es eine unmittelbare Bedrohung gebe, die Amerikaner könnten ruhig schlafen. Ein Weg zurück in die Diplomatie wären Verhandlungen zur Einstellung der US-Manöver rund um die koreanische Halbinsel. Es müsse aber auch deutlich gemacht werden, dass die US-Streitkräfte über die präzisesten, erprobtesten und robustesten defensiven und offensiven Fähigkeiten der Welt verfügten. Einen Rüstungswettlauf könne Nordkorea nur verlieren. "Jetzt ist es weit stärker und kraftvoller als jemals zuvor". "Die Entwicklung um Nordkorea bereitet uns große Sorge", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagsausgabe). Beim "ersten Befehl" habe sich vielmehr um eine unbestimmte und übliche Absichtserklärung zu Beginn der Präsidentschaft Trumps gehandelt. Die "Washington Post" und zahlreiche US-Militärexperten wiesen darauf hin, dass eine Modernisierung des Arsenals binnen sechs Monaten schlicht unmöglich sei. Der UN-Sicherheitsrat verschärfte am Samstag die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea, um die Regierung in Pjöngjang zum Einlenken zu bewegen. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10 000 Kilometern.

Bei einem Anzeichen eines Präventivkriegs der USA werde Nordkorea das US-Festland in den Schauplatz eines Nuklearkriegs verwandeln. Als Reaktion auf den Raketentest verhängte der UN-Sicherheitsrat die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea. Zuvor hatten Berichte über große Fortschritte des kommunistischen Staats mit seinem Atom- und Raketenprogramm das Ausland aufgeschreckt. Die dort stationierten US-Soldaten sollen im Krisenfall den Verbündeten in Japan, Südkorea, den Philippinen und Taiwan zu Hilfe eilen, zugleich aber auch für die Weltwirtschaft wichtige Seehandelsrouten wie die Straße von Malakka schützen.

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