Ku Klux Klan und andere Gruppen demonstrieren in US-Bundesstaat Virginia

Mitglieder rechter Milizen marschierten mit Gewehren bewaffnet auf

Mehrere Menschen wurden bei den Krawallen verletzt.

Auf Twitter geteilte Videos zeigen, wie ein Auto mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Demonstranten fuhr, die gegen einen Aufmarsch rechter Gruppen protestierten. Charlottesvilles Bürgermeister Mike Signer bezeichnete die Prozession als "feige Parade von Hass, Borniertheit, Rassimsus und Intoleranz". Die Stadt erlebte einen Belagerungszustand, bereits vor Beginn der zur Tagesmitte geplanten Kundgebung der Rechtsextremisten kam es zu Ausschreitungen im Zentrum. Kritiker lasten Trump an, sich nicht genügend von den Rechten distanziert zu haben.

Der Protest der Rechtsextremen richtet sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville. Es kommt zu Zusammenstößen mit Gegendemonstranten. Sie will ein Denkmal des Bürgerkriegs-Generals Robert Lee entfernen lassen. In den letzten Monaten ist die Statue zu einem Kampfsymbol der Alt-Right-Bewegung geworden, einem Sammelbecken für Rassisten und Nationalsozialisten, die in den letzten Jahren und besonders unter der Präsidentschaft Donald Trumps erstarkt ist. Befreits im Juli demonstrierten Ku-Klux-Klan-Mitglieder im "Lee Park", am Samstag aber geriet Charlottesville vollends zum Symbol amerikanischer Polarisierung: Auf der einen Seite liberale und progressive Amerikaner, die kulturelle Vielfalt verteidigen und Toleranz predigen, auf der anderen die Verteidiger weisser Vorherrschaft in einer Nation, in der die Mehrheit der Kinder in öffentlichen Schulen inzwischen nicht mehr weiss ist. Später fügt er bei einer Pressekonferenz hinzu: "Egal, welche Farbe oder Religion wir haben, wir sind zuallererst Amerikaner". Erwartet wurden bis zu 6000 Teilnehmer aus Kreisen der Ultrarechten. Mit dabei war auch der frühere Ku-Klux-Klan-Führer David Duke. Mehrere Medien berichteten von Nazi-Parolen, Hitler-Grüßen und Hakenkreuzen.

Die Gewalt eskalierte am Sonnabendvormittag als die Rechtsradikalen sich um die umstrittene Statue versammelten.

Die städtischen Behörden meldeten auf Twitter, an einer Kreuzung seien drei Fahrzeuge aufeinander geprallt, mehrere Fußgänger seien verletzt worden.

Seit Stunden gibt es aufgrund einer rechten Kundgebung in der Stadt heftige Auseinandersetzungen zwischen Rechtsextremisten und Gegendemonstranten.

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