China: Importstopp für Eisen und Meeresfrüchte aus Nordkorea

Nordkorea kann immer weniger auf Chinas Hilfe zählen

Mehr als 80 Prozent des nordkoreanischen Außenhandels läuft über China, das im Frühjahr schon von sich aus Importe von Kohle aus Nordkorea gestoppt hatte. Die Einfuhr dieser Produkte werde von heute an ausgesetzt, teilte das Handelsministerium am Montag mit. Die Regierung in Peking, die als wichtigster Verbündeter des isolierten Staates gilt, setzt damit den jüngsten Sanktionsbeschluss des UN-Sicherheitsrats um.

Die Ausweitung der Sanktionen durch China erfolgt auf der Grundlage einer UN-Resolution, die am 5. August vom UN-Sicherheitsrat einstimmig beschlossen wurde.

Trump hatte China vor der Annahme der UN-Resolution vorgeworfen, nicht genug Druck auf Pjöngjang auszuüben, damit das Land sein Raketen- und Atomprogramm stoppt. US-Präsident Donald Trump hatte in ungewöhnlich drastischen Worten mit einem Militäreinsatz gedroht. Das entspricht einem Drittel der Summe aller Ausfuhren aus Nordkorea. Die neuen Sanktionen waren als Reaktion auf den Test von zwei Interkontinental-Raketen durch Pjöngjang verhängt worden. Die Volksrepublik ist der letzte wichtige Verbündete Nordkoreas. Angesichts der Kriegsdrohungen zwischen den USA und Nordkorea sagte der südkoreanische Präsident Moon Jae In, es dürfe "nie wieder Krieg auf der Koreanischen Halbinsel" geben. Nordkorea störe mit seinen Raketentests sowohl den Frieden in der Region als auch weltweit, wurde Moon von einem Präsidentensprecher zitiert. Die Zuspitzung des Nordkorea-Konflikts sei eine "schwerwiegendere, reellere und dringlichere Bedrohung als je zuvor". An die Adresse der USA gerichtet, sagte Moon: "Ich bin überzeugt, die USA werden ruhig und verantwortungsbewusst auf die gegenwärtige Situation reagieren". Beide Seiten signalisierten die Bereitschaft zu Militäraktionen. Nach Einschätzung japanischer Experten könnte Nordkorea mittlerweile auch so kompakte Atomsprengköpfe bauen, dass sie auf diese Raketen montiert werden können. Pjöngjang drohte seinerseits mit einem Raketenbeschuss der Gewässer vor der Pazifikinsel Guam, auf der mehrere tausend US-Soldaten stationiert sind.

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