Holger Arppe verlässt die AfD

Holger Arppe tritt aus Partei und Fraktion aus

Der Vizefraktionschef der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Holger Arppe, ist zurückgetreten.

Der NDR berichtete, mit seinem Austritt reagiere Arppe auf Recherchen der öffentlich-rechtlichen Anstalt. Aus ihnen soll hervorgehen, dass Arppe politischen Gegnern Gewalt androhte.

Er wolle mit Rück- und Austritt "Schaden von der AfD und ihrer Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern" abwenden, sagte Arppe der rechten Zeitung "Junge Freiheit".

Laut NDR-Recherche belegen die Protokolle, dass Arppe enge Kontakte zu den "Identitären "unterhielt, obwohl es einen Unvereinbarkeitsbeschluss der Bundespartei gibt".

Die Chatprotokolle sind dem NDR demnach anonym zugespielt worden. Die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt hatten am Montag das Haus von H.in der Nähe von Rostock durchsucht.

Arppe bezeichnet H. als "Typen", der "gut in unsere Reihen passen" würde.

Über eine ehemalige Parteikollegin, die zur ALFA-Partei gewechselt war, schrieb Arppe: "Ich kämpfe für pränatale Diagnostik, damit sowas wie (Name der Frau) rechtzeitig abgetrieben werden kann".

Auch Rachephantasien an einem Geschäftspartner werden geäußert. Unter anderem soll Arppe angeblich geschrieben haben: "Wir müssen ganz friedlich und überlegt vorgehen, uns gegebenenfalls anpassen und dem Gegner Honig ums Maul schmieren, aber wenn wir endlich soweit sind, dann stellen wir sie alle an die Wand".

Arppe war am Donnerstag nicht für eine Stellungnahmen der dpa zu erreichen. Arppe äußert sich anlässlich einer gemeinsamen Grillparty über den Bürgerschaftsabgeordneten. Über die betreffende Person soll er sich laut NDR im Jahr 2015 in einem Chat sehr wohlwollend geäußert haben: "Typ würde perfekt in unsere Reihen passen". "Er hasst die Linken, hat einen gut gefüllten Waffenschrank in der Garage und lebt unter dem Motto: Wenn die Linken, irgendwann völlig verrückt spielen, bin ich vorbereitet". "Von den mir unterstellten Äußerungen distanziere ich mich ganz klar". Jetzt musste der Vize-Fraktionsvorsitzende der AfD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern zurücktreten. Der Rostocker ist bereits in anderer Sache wegen Volksverhetzung verurteilt worden.

Die AfD wurde vor einem Jahr zum ersten Mal in den Schweriner Landtag gewählt. Er hatte im Internet Ausländer und politische Gegner übel beschimpft.

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