USA bestreiten Waffenlieferungen an Syrien

US-Luftwaffenbasis im rheinland-pfälzischen Ramstein

Zudem wird auch deutlich, dass sich die US-Regierung nicht dafür zu schade ist, mit Verbrecherorganisationen zusammenzuarbeiten, um blutrünstige islamistische Milizen in Syrien mit Waffen zu beliefern, die auch keine Scheu davor haben, Frauen und Kinder zu köpfen. In Osteuropa und auf dem Balkan zusammengekaufte Waffen und Munition wurden demnach von den US-Militärs ohne Absprache und ohne Genehmigung deutscher Stellen an die Front in Syrien geliefert.

Erst vor wenigen Tagen demonstrierten Tausende in der Pfalz gegen die US Air Base in Ramstein.

Laut "SZ", die mit zwei internationalen Recherchenetzwerken zusammengearbeitet hat, hatten private Dienstleister des US-Militärs in Osteuropa und auf dem Balkan Waffen und Munition russischer Bauart im Wert von Hunderten Millionen Dollar gekauft.

Berlin/Kaiserslautern. () Noch am vergangenen Wochenende haben 5000 Menschen gegen die Drohnen-Relaisstation auf der US-Airbase Ramstein protestiert.

Die Frage, ob die US-Regierung einer solchen überhaupt bedarf, wenn sie entsprechende Vorgänge über ihren Stützpunkt in Deutschland vornimmt, blieb offen. Jetzt ist eine heftige Debatte darüber entbrannt, ob über den Militärflughafen auch Waffen für Rebellen In Syrien geliefert worden sind. In einem noch laufenden Programm des Pentagon werden Rebellen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat unterstützt.

Rheinland-pfälzische Politiker forderten am Mittwoch Aufklärung. Das hieße, dass Washington womöglich gegen deutsches Recht verstoßen hat. "Wir haben keine Kenntnis darüber, dass Waffenlieferungen an syrische Rebellen über den Standort Ramstein stattgefunden haben", betonte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Ohnehin seien Waffenlieferungen an Kriegsparteien in Krisengebieten unverantwortlich.

Dabei beruft sich die Zeitung auf die gemeinsamen Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) und der Journalistennetzwerke OCCRP und BIRN. Über ein Programm des Auslandsgeheimdienstes CIA unter dem Codenamen Timber Sycamore wurden die Freie Syrische Armee (FSA) und andere vorab als politisch unbedenklich eingestufte Gruppen für den Kampf gegen Präsident Baschar al-Assad trainiert und mit Waffen versorgt. "Der rheinland-pfälzischen Landesregierung liegen dazu keine Informationen vor".

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