Lebensgefährliche Lungenpest breitet sich in Madagaskar aus

Lebensgefährliche Lungenpest breitet sich in Madagaskar aus

Doch in manchen Regionen der Welt ist die Seuche auch heute noch eine gefährliche Realität: So auch in Madagaskar, wo Anfang August die Pest erneut ausgebrochen ist. Wegen der zahlreichen Flugverbindungen könnte sich die Seuche auf andere Regionen ausbreiten, warnt jetzt die WHO. Meist wird die Krankheit durch Ratten übertragen.

Die Hochphase der Pest in Europa liegt mehrere hundert Jahre zurück. Von Fachleuten werden schlechte Hygiene und mangelhafte Gesundheitsversorgung für die immer wieder auftretenden Pest-Fälle auf der Insel verantwortlich gemacht. Das Risiko einer Verbreitung über die Grenzen des Inselstaates vor Südostafrika sei aber gering, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Genf mit.

Insgesamt zählte die WHO 131 Pest-Fälle seit August, 24 Menschen seien gestorben. Dabei wurde die Gefahr als nur "mäßig hoch" eingestuft, sodass bislang noch keine Reisewarnung ausgegeben werde. Der Experte stufte die Gefahr einer Ausbreitung über die Region hinaus als "niedrig" ein. Patienten müssen mit Medikamenten therapiert werden - eine Schutzimpfung gibt es nicht. Unter den Pest-Infizierten seien 73 Menschen an Lungenpest erkrankt, laut den Zahlen der WHO.

Wie es heißt, ist in diesem Jahr besonders gefährlich, dass gleichzeitig Fälle von Beulen- und der selteneren Lungenpest auftreten. Im Gegensatz zur Beulenpest wird die Lungenpest von Mensch zu Mensch übertragen und kann die Betroffenen binnen 24 Stunden töten, wenn sie unbehandelt bleibt.

Der jüngste Ausbruch sei aus zwei Gründen besorgniserregend, so die WHO: Zum einen seien dieses Mal vor allem Hafenstädte mit hoher Bevölkerungsdichte sowie die Hauptstadt Antananarivo mit zwei Millionen Einwohnern betroffen.

Die Infektionserkrankung Pest wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen.

Folge der Infektion ist die Pestsepsis mit Verwirrtheit, Fieber, Lethargie, Nierenversagen, Milz- und Lebervergrößerungen. Zum anderen hätten ungewöhnlich viele Menschen die Lungenpest, nicht die normalerweise verbreitete Beulenpest.

Im Mittelalter starben Millionen von Menschen am sogenannten "Schwarzen Tod".

1894 wird das Bakterium entdeckt. Denn wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, können Antibiotika helfen.

Die Pest ist eine hochansteckende bakterielle Infektionskrankheit.

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