US-Starproduzent soll über Jahrzehnte Frauen belästigt haben

Film-Produzent Harvey Weinstein Frauen sexuell belästigt

Aus einem Dokument, aus dem die New York Times am Donnerstag zitierte, geht hervor, dass Weinstein sich jahrzehntelang immer wieder anzüglich gegenüber Frauen geäußert und einige von ihnen sexuell belästigt haben soll. Die Zeitung veröffentlichte eine Stellungnahme Weinsteins, in der er einräumt, dass sein Verhalten gegenüber Kollegen in der Vergangenheit "viel Schmerz" verursacht habe. Eine Sprecherin der "New York Times" teilte mit, die Zeitung stehe zu ihrer Berichterstattung.

Unter den Frauen, denen Weinstein sich auf aufdringliche Weise genähert haben soll, ist die Schauspielerin Ashley Judd (49, 'Doppelmord'). Judd berichtete etwa, wie sie von Weinstein vor 20 Jahren in sein Hotelzimmer gerufen worden war.

Nach Angaben von Weinsteins Filmfirma haben mindestens acht Frauen in den vergangenen Jahren einen außergerichtlichen Vergleich mit Weinstein getroffen, darunter die Schauspielerin Rose McGowan ("Scream"). Der Produzent habe nur einen Bademantel getragen und sie gefragt, ob sie ihn massieren oder ihm beim Duschen zusehen würde.

Solche Wünsche äusserte Weinstein gemäss der "New York Times" gegenüber mehreren jungen Schauspielerinnen oder weiblichen Angestellten seines Studios, die sich von ihm Rat oder Unterstützung bei der Karriere versprachen.

Gemeinsam mit seinem Bruder Bob ist Weinstein für zahlreiche Hollywood-Erfolge verantwortlich.

Seine Anwältin nannte ihn einen "Dinosaurier", der sich Mühe gebe, seine Verhaltensweisen anzupassen.

Nun zog Harvey Weinstein seine Konsequenzen aus diesem Skandal, jedoch nicht ohne seinen zumindest vorübergehenden Rückzug aus dem Showgeschäft in einem langen Statement zu erklären. Konkret ging Weinstein nicht auf die Vorwürfe ein, schreibt aber: "Ich komme aus den 60ern und 70ern, als die Regeln über Benehmen am Arbeitsplatz andere waren". "Das war die Kultur damals". "Obwohl ich versuche, es besser zu machen, habe ich noch einen langen Weg vor mir". Als Chef der Weinstein-Company hat er gemeinsam mit seinem Bruder Bob (62) für Filmklassiker wie 'Der Englische Patient', 'Pulp Fiction' oder die Oscar-Abräumer 'The King's Speech' und Silver Linings' gesorgt. Unter anderem produzierten sie die Filme von Regisseur Quentin Tarantino. Weinstein gehört zu den vermögenden Unterstützern der Demokratischen Partei.

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