Air Berlin will 1400 Mitarbeiter entlassen

Air Berlin

"Mit dem Schicksal von Tausenden Beschäftigten kann man so nicht umgehen".

Die Befürchtung, dass die Mitarbeiter im Poker um die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin auf der Strecke bleiben, gab es seit langem. "Wir sind entsetzt", sagte eine Gewerkschaftssprecherin am Samstag.

Wien. Eine interne Mitteilung der Personalabteilung und des Generalbevollmächtigten, Frank Kebekus, bestätigte am Sonntag nun, was die Air-Berlin-Mitarbeiter ohnehin schon die ganze Zeit befürchteten: "Eine Fortführung des Geschäftsbetriebes ist aufgrund der hohen Verluste, die derzeit und prognostiziert dauerhaft entstehen, unmöglich und unzulässig", heißt es darin. Demnach habe die Geschäftsführung Arbeitnehmervertretern am Donnerstag mitgeteilt, dass dem gesamten Bodenpersonal bis Ende Oktober gekündigt werden solle.

Wer für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs benötigt werde, erhalte eine Kündigung zu Ende Februar 2018. Sie will kommenden Freitag im Rahmen einer eigenen Messe um die Air-Berliner werben. Aufrechterhalten werden solle hingegen der operative Service für die österreichische Tochter Niki, die Regionalflugtochter LGW und Maschinen im sogenannten Wetlease, die die Lufthansa von Air Berlin einschliesslich ihrer Besatzung gemietet hat. Und tatsächlich dürften große Arbeitgeber aus und rund um Berlin sich aktiv um die Mitarbeiter der Fluglinie bemühen. "Aber nicht jeder airberliner wird dort unterkommen können", heißt es. Am Dienstag wollten sie sich in der Firmenzentrale den Angestellten bei einer Job-Messe präsentieren, wie der "Tagesspiegel" (Sonntagausgabe) unter Berufung auf eine interne Rundmail von Personalchefin Martina Niemann an die Belegschaft berichtete. Wenn Air Berlin die Massenkündigungen wahr machen sollte, sei die ein Missbrauch der Politik und der Steuerzahler. Auch die Lufthansa-Tochter Eurowings scheint an Personal interessiert. Der Konzern verhandelt noch bis zum 12. Oktober mit Lufthansa und dem britischen Billigflieger Easyjet exklusiv über den Kauf von Teilen der Fluggesellschaft.

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