US-Vizepräsident verlässt Stadion aus Protest gegen knieende Football-Spieler

Mike Pence bei Footballspiel

US-Vizepräsident Mike Pence hat einen Stadion-Besuch abgebrochen, nachdem sich mehrere Football-Spieler bei der Nationalhymne hingekniet hatten. Er verließ das Football-Spiel kurzerhand. Diese Geste hat sich in den USA als Zeichen des Protests gegen Polizeigewalt gegen Schwarze etabliert.

US-Vizepräsident Mike Pence hat am Sonntag ein Footballspiel verlassen, weil mehrere Spieler während der Nationalhymne gekniet und nicht gestanden hatten.

Das kommt seit einem Jahr innerhalb der NFL häufiger vor. 2016 hatte der frühere 49ers-Quarterback Colin Kaepernick als erster Spieler seinem Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA mit dem Kniefall Ausdruck verliehen. Vor dem Spiel zwischen den Indianapolis Colts und den San Francisco 49ers knieten sich mehr als 20 Profis der Gastmannschaft aus San Francisco während der Hymne auf einem Bein hin. Nach Medienberichten stand das heimische Team geschlossen während der Hymne, trugen aber schwarze T-Shirts mit der Aufschrift: "Wir stehen auf für Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Einigkeit, Respekt, Dialog, Chancen". Über den Kurzbotschaftendienst teilte er anschließend weiter mit: "Ich habe das heutige Colts-Spiel verlassen, weil Präsident Trump und ich keine Veranstaltung würdigen, die unsere Soldaten, unsere Flagge oder unsere Nationalhymne nicht respektiert". Zwar dürfe jeder seine eigene Meinung haben, erklärte Pence, es sei aber "nicht zu viel von den NFL-Spielern verlangt, die Flagge und unsere Nationalhymne zu respektieren". Er habe den Vizepräsidenten gebeten, die Arena zu verlassen, falls Spieler während der Nationalhymne knieten und "unser Land nicht respektieren", twitterte der 71-Jährige.

Im vergangenen Monat hatte der Präsident in einer Rede und in einer ganzen Serie von Tweets Teambesitzer sogar aufgerufen, protestierende Spieler zu entlassen.

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