Hamas meldet Versöhnung mit Fatah

Zwei Palästinenser in Gaza City fahren auf einem Motorrad einer hält die palästinensische Flagge in die Luft

Streitpunkt ist die Herrschaft der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen, den die Extremisten seit zehn Jahren kontrolliert. Einzelheiten sollen im Laufe des Tages bekannt werden.

Die rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah haben sich nach Angaben von Hamas-Chef Ismail Hanija auf ein Abkommen zur Versöhnung verständigt. Das teilte Hamas-Chef Ismail Hanija am frühen Donnerstag mit. Von Fatah-Seite hieß es, zum Stand der Verhandlungen werde es zu Mittag eine Pressekonferenz am Tagungsort in Kairo geben. Ziel waren die Bildung einer Einheitsregierung für die Palästinensergebiete sowie Neuwahlen.

Der Knackpunkt, wie mit dem bewaffneten Arm der Hamas umgegangen werden soll und ob die etwa 25 000 Kämpfer die Waffen abgeben, soll nicht Gegenstand der Verhandlungen gewesen sein. Die vom Westen unterstützte Fatah hat 2007 im Gaza-Streifen die Kontrolle an die islamistische Hamas verloren, die im Westen und in Israel als Terrororganisation angesehen wird. Sie hatte sich dort in bewaffneten Auseinandersetzungen gegen die gemäßigte Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas durchgesetzt. Diese übt die Regierungsgewalt im israelisch besetzten Westjordanland aus.

Versuche, wieder eine einheitliche Regierung auf die Beine zu stellen, scheiterten immer wieder.

Hamas und Fatah haben bei ihren Versöhnungsgesprächen in Kairo einen Durchbruch erreicht.

Im September hatte die Hamas verkündet, sie lade die Regierung des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas im Westjordanland dazu ein, "in den Gazastreifen zu kommen und ihre Aufgaben sofort zu übernehmen". Damals herrscht Skepsis, weil schon frühere Versöhnungsversuche gescheitert waren. Im Küstenstreifen leben rund zwei Millionen Menschen. Vor allem die USA und Europäische Union waren skeptisch, sie hatten die Hamas einst als Terrorgruppe eingestuft.

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