Strafverfahren wegen Bestechung und weiterer Delikte eröffnet — FIFA

Fifa-Generalsekretär Valcke ist von seinen Aufgaben entbunden worden

Der Paris-Boss ist Geschäftsführer der Rechtefirma Be-in Media Group, einem der großen Player auf dem Fußballmarkt.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen den früheren FIFA-Generalsekretär Valcke und den Geschäftsführer des Medienkonzerns beIn-Sports, Al-Khelaifi, eingeleitet.

Valcke soll als damaliger Fifa-Generalsekretär bei der Rechtevergabe "für bestimmte Länder an den Weltmeisterschaften von 2026 und 2030 von Al-Khelaifi nicht gebührende Vorteile angenommen" haben.

Valcke, gegen den bei der Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der "mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung" ein weiteres Verfahren läuft, wurde am Donnerstag von den Ermittlern als Beschuldigter vernommen - einen Tag, nachdem er vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen seine im Sommer 2016 auf zehn Jahre reduzierte Sperre im Weltfußball gekämpft hatte. Zudm hätten Ermittler in Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien zeitgleich Häuser durchsucht, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Zusätzlich soll der Franzose, der im Februar 2016 von der Fifa-Ethikkommission gesperrt wurde, im Zuge der Vergabe für die Turniere 2018 in Russland und 2022 in Katar von einem namentlich nicht genannten Geschäftsmann bestochen worden sein, gegen den ebenfalls ermittelt wird. Laut der Nachrichtenagentur AFP gehörten auch die Büroräume der Beion-Tochter beIn-Sports in Paris dazu.

Keine Person befindet sich in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe werfen einen Schatten. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, geht es um den Verdacht der Bestechung, des Betrugs und der ungetreuen Geschäftsbesorgung. Die Weltmeisterschaften 2026 und 2030 sind noch nicht vergeben, für 2026 ist die Dreier-Bewerbung der USA mit Kanada und Mexiko Favorit. Das Unternehmen hält zahlreiche Sportrechte, die mehrere Milliarden gekostet haben. Die BA führt im Fussball-Untersuchungskomplex rund 25 Strafverfahren und analysiert eine Datenmenge von rund 19 Terabytes an sichergestellten Unterlagen.

Bis dato sind im Zusammenhang mit dem Untersuchungskomplex zum Fussball 180 MROS-Meldungen wegen des Verdachts der Geldwäscherei eingegangen.

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