Welthungerhilfe sieht Erfolge im Kampf gegen Hunger gefährdet

Kriege und die Folgen des Klimawandels haben die Fortschritte der vergangenen Jahre im Kampf gegen den Hunger teilweise wieder zunichte gemacht. Wirtschafts- und Steuersysteme müssten so gestaltet werden, dass sie die Ungleichheit abbauen. Dem Bericht zufolge sind "bewaffnete Konflikte weiterhin die größten Hungertreiber". Dies zeigt der neue Welthunger-Index, der die Ernährungslage in 119 Ländern berechnet. Die Zahl der hungernden Menschen sei jedoch alarmierend. Die Präsidentin der Organisation, Dieckmann, beklagte, dass rund 815 Millionen Menschen Hunger litten, 38 Millionen mehr als im Vorjahr. Der Hunger treffe vor allem Menschen in Südasien und in Afrika südlich der Sahara. In Ländern wie dem Südsudan, Nigeria, Somalia und dem Jemen drohten derzeit sogar Hungersnöte.

Den Welthunger-Index ermitteln Experten vom International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington.

"Den Hunger zu beenden, ist keine Hexerei", betonte Grebmer: "Gute Regierungsführung und keine Konflikte sind die wesentlichen Faktoren, die Länder aus dem Hunger zu führen".

Bei der Verteilung von Lebenschancen herrsche weiter "weltweit eine himmelschreiende Ungerechtigkeit", die auch zu Hunger führe, sagte Dieckmann: "Der Mechanismus 'arm bleibt arm' und 'reich wird immer reicher', muss unterbrochen werden".

Insgesamt 43 Länder haben dem Welthunger-Index zufolge einen niedrigen Hunger-Wert. In 24 Ländern sind sie als mäßig und in 44 Ländern, darunter der Hälfte aller Länder in Ost- und Südostasien, als ernst eingestuft. In 51 Ländern sei die Lage ernst oder sehr ernst. Dort seien seit 17 Jahren keine Fortschritte erzielt worden, hieß es. In 14 Staaten haben sich die Werte im Vergleich zum Jahr 2000 um mindestens 50 Prozent verbessert, darunter Senegal, Brasilien und Peru. Das Land bildet weltweit das Schlusslicht im Index.

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