WM-Skandal: DFB muss rund 19,2 Mio. Steuern nachzahlen

Ein Logo an der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt am Main

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am 18. Oktober 2017 geänderte Steuerbescheide im Zusammenhang mit der Zahlung von 6,7 Millionen Euro im Kontext der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erhalten.

Das entschied das Finanzamt Frankfurt am Main.

Im Kern geht es um das ominöse Darlehen über 6,7 Millionen Euro. Der DFB verbuchte die Summe damals unter dem Verwendungszweck einer WM-Gala, also als "Betriebsausgabe", in seiner Steuererklärung. In dem geänderten Steuerbescheid wird dem DFB nachträglich der Status der Gemeinnützigkeit für diesen Zeitraum entzogen. Das Finanzamt stellt nun die steuerliche Abzugsfähigkeit der Zahlung infrage und schickte daher einen neuen Steuerbescheid an den DFB - in Höhe von rund 19,2 Millionen Euro.

"Demzufolge fehlt es auch an einer Grundlage für eine Versagung der Gemeinnützigkeit für das Jahr 2006", heißt es weiter.

Vorerst sollen die in den geänderten Bescheiden festgesetzten Steuern aber "fristgerecht" bezahlt werden.

Ob und wie die in dem Verfahren der Staatsanwaltschaft als Beschuldigte geführten früheren Top-Funktionäre Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach (beide Ex-Präsidenten) und Horst R. Schmidt (Ex-Generalsekretär) in Regress genommen werden könnten, ist offen. Der DFB ist unverändert der Auffassung, dass die Zahlung der 6,7 Millionen Euro betrieblich veranlasst war und deshalb zu Recht steuerlich als Betriebsausgabe geltend gemacht wurde.

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