Siemens Gamesa will nach schwachem Geschäftjahr 6000 Stellen streichen

Siemens Gamesa

Der Windturbinenhersteller Siemens Gamesa leidet unter einem steigenden Preisdruck für Windenergieanlagen an Land.

Siemens gab Tacke, der kurz nach dem Zusammenschluss mit der spanischen Gamesa aus der Siemens-Windkraft-Sparte an die Spitze des fusionierten Unternehmens gerückt war, Rückendeckung: "Wir sind der Ansicht, dass die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen bei Siemens Gamesa notwendig sind, da sich sowohl das Markt- als auch das regulatorische Umfeld strukturell verändert", sagte ein Sprecher. Damit wird der Sparkurs jetzt deutlich verschärft. Im laufenden Restrukturierungsprogramm will der Konzern in drei Jahren bis zu 6000 Stellen in 24 Ländern abbauen. Der Abbau von 700 Stellen war schon bekannt. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern haben noch nicht begonnen. Für das Geschäftsjahr 2016/17 stand ein operatives Minus von 18 Prozent auf 774 Millionen Euro zu Buche, vor allem weil Siemens Gamesa Lagerbestände in Südafrika und in den USA abschreiben musste. Die Firmenwert-Abschreibungen von 321 Millionen Euro und die Kosten für die Integration, die auf 160 Millionen veranschlagt werden, sind darin allerdings noch nicht enthalten. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen ging um 63 Prozent auf 192 Millionen Euro zurück.

Siemens Gamesa spürt die Marktflaute.

Das Unternehmen tauschte daraufhin einige Vorstände aus: Sowohl der Finanzchef als auch der für Meeres-Turbinen zuständige Manager mussten gehen.

Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf knapp 11 Milliarden Euro. Die Erlöse sanken um 12 Prozent, die verkaufte Windleistung nahm um 26 Prozent ab. Das wären 630 Millionen bis 770 Millionen Euro Ebit. Unter dem Strich rutschte das Unternehmen in die roten Zahlen und verbuchte im zweiten Halbjahr einen Nettoverlust von 135 Millionen Euro, davon allein 147 Millionen im Schlussquartal.

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