Trump startet Asienreise mit Betonung militärischer Stärke

US-Präsident Donald Trump und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe fahren einen harten Nordkorea-Kurs

Beim Besuch von US-Präsident Donald Trump in China sind weitere Wirtschaftsabkommen mit einem Umfang von rund 250 Milliarden US-Dollar geschlossen worden. Mit Trump habe er eine endgültige Einigung erzielt, dass Südkorea die Obergrenze für die Nutzlast seiner Raketen komplett aufheben könne, sagte Moon. In einem am Sonntag gesendeten Interview hatte der US-Präsident ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un nicht ausgeschlossen, nachdem er zuvor Verhandlungen mit Pjöngjang über dessen Atom- und Raketenprogramm als Zeitverschwendung abgetan hatte. Der US-Präsident erklärte, Japan und die USA würden gemeinsam auf die "gefährliche Aggression" reagieren. Es stand ein Mittagessen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe sowie Profigolfer Hideki Matsuyama auf dem Programm. Trump wiederholte, dass die USA nötigenfalls auch die volle Bandbreite militärischer Mittel einsetzen würden.

Zur Frage direkter Gespräche äußerte sich Trump nicht. Mit Trumps Gegenkandidatin, Hillary Clinton, hatte Chinas Führer schlechte Erfahrungen gemacht. Als Außenministerin hatte sie ihnen beim Thema Menschenrechte regelmäßig die Leviten gelesen.

In einer Rede vor den Vereinten Nationen hatte Trump Nordkorea zuletzt mit "totaler Zerstörung" gedroht.

Nervös macht Sicherheitsexperten im Umfeld des Weißen Hauses die Aussicht auf einen erneuten Raketenabschuss oder gar einen überirdischen Atomtest Pjöngjangs. Den mitreisenden Journalisten diktierte er über "die Nordkoreaner" ungewohnte Töne in den Block: "Ich denke, sie sind großartige Leute". Trump versicherte Südkorea der unverbrüchlichen Sicherheitspartnerschaft mit den USA. Die USA wollten damit unverhohlen Chinas rapide wachsenden Einfluss einhegen.

Genau das befürchtet Peking nun auch in der Trump-Ära. Trump forderte ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Im Wahlkampf hatte sich Trump noch für Gespräche mit Pjöngjang ausgesprochen. All diese Überlegungen kamen in Peking gut an. Die Erwartungen an den US-Präsidenten sind sehr hoch - ob er sie einlösen wird, ist völlig offen.

TPP hat Trump zwar gestoppt. Dafür aber bemüht er sich um bilaterale Handelsabkommen mit Japan und Südkorea. Zugleich wettert er bei jeder Gelegenheit gegen Chinas "unfaire Handelspraxis". Dabei ist Peking längst auf Washington zugegangen und verlagert Produktionsstätten zurück in die USA.

Wie steht es um das Verhältnis Japans und der USA? Die USA sind der einzige Verbündete des ostasiatischen Landes. Japans vorgezogene Neuwahl im Oktober haben dem regierenden Shinzo Abe eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit beschert. Japan geht es bei der Androhung militärischer Gewalt mehr um Abschreckung. Ersetzt wurde sie durch den moderaten Moon Jae In, der um jeden Preis einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel verhindern will. Moon setzt auf Verhandlungen mit Pjöngjang und ist auch um eine Annäherung mit Peking bemüht. Das wiederum ist der Trump-Regierung ein Dorn im Auge. Es werde keine Überraschungen geben. Daniel Russell, Obamas einstiger Spitzendiplomat für die Region, ist sich da nicht so sicher: "Trump wird in Asien einen Hochseilakt meistern müssen".

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