Siemens-Chef Kaeser kündigt "schmerzhafte Einschnitte" an

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                          AFP

Im Kraftwerksgeschäft leidet Siemens unter einer Nachfrageflaute vor allem bei großen Gasturbinen, die Preisdruck und Überkapazitäten nach sich zieht. Das Geschäftsfeld kämpfe schon länger mit schwierigen Marktverhältnissen und strukturellen Herausforderungen, erklärte Kaeser. Die IG Metall appellierte erneut an die Geschäftsführung, sich an ein Abkommen zur Standort- und Beschäftigungssicherung zu halten, das die Mitarbeiter vor betriebsbedingten Kündigungen schützen soll. "Und deshalb werden wir auch hier tun, was zu tun ist, unsere Kapazitäten sorgfältig und entschlossen anpassen und die Strukturveränderungen auch umsichtig und verantwortungsvoll machen". Details sollen Arbeitnehmervertreter am 16. November im Wirtschaftsausschuss erfahren. Die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa hat bereits den Abbau von 6000 Arbeitsplätzen angekündigt.

"Wir sind davon überzeugt, dass es weiterhin einen Weltmarkt für große Gasturbinen geben wird", sagte Kaeser. "Daher müssen wir jetzt handeln, unsere Kapazitäten anpassen und zugleich in innovative Zukunftstechnologien investieren".

"Die meisten Geschäfte bei Siemens sind so stark wie noch nie". Den Umsatz will das Unternehmen 2017/18 (30. September) aus eigener Kraft leicht steigern. Die Aktie schloss auf Xetra mit einem Minus von 3,7 % auf 118,70 Euro.

Im vergangenen Geschäftsjahr verdiente Siemens unter dem Strich knapp 6,1 Milliarden Euro, nach 5,5 Milliarden Euro im Vorjahr.

Hightech in Gefahr: Einem Teil jener Siemens-Firmen, die Kraftwerksausrüstungen bauen, droht die Schließung. Beim Auftragseingang konnten Rückgänge im Neuanlagengeschäft mit Großaufträgen im Service-Geschäft aufgefangen werden. Der Gewinn nach Steuern kletterte um 10 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

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