Einheitliche Regelung Videobeweis zukünftig nur noch bei Wahrnehmungsfehlern

DFB-Präsident

Nach Aussage von DFB-Präsident Reinhard Grindel, darf der Videoassistent künftig nur noch bei Wahrnehmungsfehlern des Schiedsrichters eingreifen.

Der Videoassistent werde künftig nur noch bei Wahrnehmungsfehlern des Schiedsrichters eingreifen, kündigte DFB-Präsident Reinhard Grindel an. "Es geht nicht darum, Schiedsrichterfehler zu korrigieren", sagte Grindel in der Sendung Doppelpass des TV-Senders Sport1 und zuvor in einem Interview im Aktuellen Sportstudio.

"Das ist eine sportpolitische Entscheidung". Diese Aussage präzisierte Grindel nun, und bezog sich dabei auf die Vorgaben durch die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB). "Das schafft nicht die Klarheit, die wir brauchen". Dort hatte Grindel erklärt, dass ein Fehler des Referees nicht überstimmt werden soll, wenn er die Szene gesehen, aber "nur" falsch bewertet hat. Das dürfte zu neuen Diskussionen über den Sinn und den korrekten Einsatz des technischen Hilfsmittels führen, da dann ja klare Fehlentscheidungen bestehen bleiben. Grindel sieht das allerdings anders. "Wenn der Schiedsrichter es eben sieht, hat er die Entscheidungshoheit". "Der Video-Assistent soll sich strikt an das Protokoll des IFAB halten, sprich nur bei ganz klaren Fehlentscheidungen einschreiten", sagte er: "Bei strittigen Szenen, bei denen er vielleicht eine andere Auffassung oder Wahrnehmung hat als der Schiedsrichter, soll er nicht eingreifen". Der Assistent soll kein Ober-Schiedsrichter sein, das Sagen hat der Schiedsrichter auf dem Platz", betonte der DFB-Boss: "Die permanente Diskussion zwischen Schiedsrichter und dem Video-Assistenten macht den Fußball kaputt. Er hat die Hoheit auf dem Platz.

Was die Transparenz des Videobeweises für die Zuschauer in den Stadien angeht, hofft Grindel auf ein Umdenken bei den Klubs. Für den 56-Jährigen wäre eine Erklärung auf den Videoleinwänden der Arenen ein wichtiger Schritt: "Vor der Saison wollte das die Mehrheit der Vereine nicht. Darüber müssen wir noch einmal diskutieren".

Das hervorgerufene Defizit beim Durchblick ließ der Chefetage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) offenbar keine Ruhe. "Wir haben praktisch Profis, die erstklassige Bedingungen haben". Dann wollen sie wieder stärker zurück in den Beruf.

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