Saudi-Arabien will Blockade des Jemens aufheben

Jemen Der Hafen im jemenitischen Hodeida steht derzeit wie die Hauptstadt Sanaa unter Kontrolle der Huthi-Rebellen

Zuvor sagte Rebellen-Regierungssprecher Brigadegeneral Sharaf Ghalib Luqman, dass "systematische Verbrechen" und die "Schließung der Häfen" die Huthi-Kräfte zwingt, "alle Quellen der Aggressionen ins Visier zu nehmen".

Die Huthis beschlossen, eine militärische Reaktion anzudrohen, nachdem Generalmajor Yousef al-Madani am Samstag mit Führern der Marine-, Küsten- und Küstenschutztruppen zusammentraf. Vor einer Woche hatte die von dem Land geführte Koalition die Flug- und Seehäfen des Jemen geschlossen. Anlass war ein Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf die saudische Hauptstadt Riad. Saudische Kampfflugzeuge griffen das Verteidigungsministerium an. Hilfsorganisationen hatten daraufhin vor einer Hungerkatastrophe gewarnt, weil kaum Hilfsgüter ins Land kommen konnten. Die Koalition argumentierte, mit der Blockade sollten Waffenlieferungen des schiitischen Irans an die Houthis unterbunden werden.

"Die jüngste Schließung der Luft-, See- und Landhäfen im Jemen hat die ohnehin schrumpfenden Möglichkeiten für die lebensrettende humanitäre Arbeit verschlechtert". Sie blockiert die Bereitstellung lebenswichtiger humanitärer Hilfe für Kinder in Not im Jemen.

Die humanitäre Lage im Bürgerkriegsland Jemen ist schon seit Monaten katastrophal. Die Huthis kontrollieren die größten Teile im Norden des Landes, darunter auch die Hauptstadt Sanaa. Wegen der Blockade könnten Impfstoffe gegen Kinderlähmung und Masern nicht nach Jemen geliefert werden. Mindestens eine Million Kleinkinder seien dann mit diesen Krankheiten konfrontiert. Dafür verlangte sie aber, dass die Vereinten Nationen Expertenteams dorthin senden.

Ein von Saudi-Arabien geführtes Bündnis fliegt im Jemen Luftangriffe gegen Huthi-Rebellen. Nach den jüngsten Zahlen der UN hat der inzwischen dreijährige Konflikt bisher mehr als 5.000 Zivilisten das Leben gekostet und fast 9.000 Verletzte hervorgebracht.

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