Studie: CO2-Ausstoß stieg 2017 wieder an

Dunkle Wolken über dem Klimagipfel

Die neue Entwicklung in China sei maßgeblich für den weltweiten CO2-Ausstoß, sagte Glen Peters, ein weiterer Autor der Studie.

Der CO2-Ausstoß ist einer Studie zufolge in diesem Jahr gestiegen - und nicht wie in den drei vorhergehenden Jahren weitgehend stabil geblieben.

Allein heuer betragen die weltweiten C=2-Emissionen 41 Gigatonnen. Die Forscher präsentieren ihre Daten unter anderem im Journal "Environmental Research Letters". Vor allem China und Indien bereiten den Forschern Sorgen. "Wir müssen die Emissionen rasch reduzieren, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen", ergänzt Le Quéré. Grund dafür dürften Eingriffe der Regierung in die Wirtschaft des Landes sein, die Zementproduktion wurde zurückgefahren.

Während die Emissionen in China und Indien laut Bericht weiter ansteigen - nämlich um 3,5 Prozent beziehungsweise zwei Prozent -, nehme der Ausstoß in den USA und Europa 0,4 Prozent beziehungsweise 0,2 Prozent viel zu langsam ab, um eine Trendwende zu erreichen. "Das ist sehr enttäuschend", sagte Corinne Le Quere, Direktorin des britischen Tindall Centers für Klima-Forschung. "Das ist ein Fenster in die Zukunft". Vor zwei Jahren war auf der Weltklimakonferenz in Paris vereinbart worden, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit begrenzen zu wollen, besser auf 1,5 Grad. Dazu habe der starke Ausbau erneuerbarer Energieträger beigetragen sowie der Umstand, dass in der Produktion die Energieintensität (Energieeinsatz je produzierte Einheit) schrumpfe. Als besonders erfreulich galt Experten vor allem die Entkopplung vom Wachstum des Bruttoinlandprodukts und den Emissionen.

Auch in Deutschland führt das starke Wirtschaftswachstum zu einem erhöhen Energieverbrauch. Dieser Anstieg macht deutlich, dass der Höchststand an Emissionen noch immer nicht erreicht ist.

Auch für 2018 rechnen die Experten insgesamt mit einem Anstieg der Emissionen. "Verschiedene Faktoren deuten auf einen fortschreitenden Anstieg 2018", sagte Robert Jackson von der Stanford University.

Dem gegenüber stünden die hohen Wachstumsraten, die Institutionen wie die Weltbank oder der Internationale Währungsfonds mit 2,9 oder sogar 3,7 Prozent prognostizierten. "Die Nachricht vom Anstieg der Emissionen 2017 sind unwillkommen".

Der Report "Globales Kohlenstoff Budget" wurde von 76 Wissenschaftlern von 57 Forschungsinstituten in 15 Ländern zusammengestellt. In den vergangenen drei Jahren hatten die Forscher eine Stagnation der Emissionen verzeichnet und als mögliches Zeichen einer Trendwende gedeutet.

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