Institut sieht weiter keinen Rückgang bei HIV-Neuinfektionen

Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember

Nach den vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Zahlen leben in Deutschland schätzungsweise 84700 Menschen mit HIV/AIDS, von denen wiederum 12600 von ihrer Infektion noch nichts wissen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit im Vergleich zum Vorjahr etwas auf gleichbleibendem Niveau, teilte das Institut am Donnerstag in Berlin mit und berief sich auf neue Modellrechnungen.

Wie aus dem vom RKI herausgegeben "Epidemologischen Bulletin" (PDF) hervorgeht, sind nach wie vor besonders schwule und bisexuelle Männer von Neuinfektionen betroffen: Geschätzt 2.100 Männer hätten sich beim Sex mit Männern angesteckt. Zwar blieb die Zahl der Neuinfektionen konstant.

Die Trends würden in diesen Gruppen jedoch unterschiedlich verlaufen, erläuterte Lothar H. Wieler.

"Aber bei Heterosexuellen steigen die geschätzten Neu-Infektionszahlen seit 2010 auf jetzt 750 im Jahr 2016", unterstreicht Wieler.

490 Frauen und 260 Männer steckten sich laut dem Papier bei heterosexuellem Sex an.

Etwa 3.100 Menschen haben sich hierzulande im Jahr 2016 neu mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) infiziert. Die Deutsche Aids-Hilfe sieht bei der Prävention Verbesserungsmöglichkeiten. Dabei ist ein großes Problem, dass sich viele der Infektion gar nicht bewusst sind. "Die hohe Zahl von nicht diagnostizierten Menschen mit HIV zu senken ist ein wichtiges Ziel", betonte Wieler. Rechtzeitig erkannt ist sie meist wie eine chronische Krankheit behandelbar, aber nicht heilbar. Durch die späte Diagnose erhöhen sich folglich nicht nur die Behandlungskosten, sondern auch das Sterberisiko, so die Mitteilung. Bei einem positiven Test sollten sich die Menschen möglichst schnell behandeln lassen - das verhindere auch weitere Infektionen.

"Die Zahlen zeigen, dass wir mit unserer erfolgreichen Präventionsarbeit und den guten Behandlungsangeboten auf dem richtigen Weg sind".

"Deutschland gehört zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa", erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).

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