Polizei stoppt Andromeda Botnetz - 1,3 Mio. gekaperte Computer befreit

Ermittler schalten neues Schadsoftware-Netz aus

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weitet die Schutz- und Informationsmaßnahmen aus, die im Rahmen der Zerschlagung der weltweit größten Botnetzinfrastruktur Avalanche Ende 2016 initiiert wurden, und verlängert diese zudem. Die Beamten arbeiteten dazu eng mit der US-amerikanischen Bundespolizei, dem Federal Bureau of Investigation (FBI), zusammen. Beim Klicken auf den Link luden sich die Opfer ein Microsoft Office-Dokument auf ihren Computer, mit dem sie zu einem Download aufgefordert werden, der dann die Infizierung auslöste.

Die Schadsoftware "Andromeda" späht Computer aus und kann das System mit einem Banking-Trojaner infizieren, der auf den Computer des Nutzers zugeschnitten ist. Mit deren Hilfe konnten Nutzer unter anderem bei Bankgeschäften ausgespäht werden.

Die Schadsoftware "Andromeda" wird zum einen durch E-Mails verteilt, die schadhafte Links enthalten. Vor genau einem Jahr war den Ermittlern bereits ein ähnlicher Erfolg gelungen. Auch die EU-Polizeibehörde Europol und Ermittler aus 25 weiteren Länder waren beteiligt. Auch dieses hatte "Andromeda"-Software weltweit über das Internet verbreitet". Deutsche Polizisten und das FBI haben die Täter nun identifiziert. Im Zuge der Ermittlungen nahmen Beamte Ende November einen Mann in Weißrussland fest, der laut Ermittlern hauptsächlich für die Software-Angriffe verantwortlich sein dürfte. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung beschlagnahmten die Ermittler belastendes Material. Das Netzwerk hatte weltweit Millionen IT-Systeme mit der Schadsoftware "Andromeda" infiziert. Weltweit sollen es sogar 55 Prozent sein.

Erste Analysen haben ergeben, dass weltweit pro Tag rund 1,3 Millionen mit der Schadsoftware Andromeda infizierte Netzwerkanschlüsse aktiv sind.

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