Digitale Welt birgt Chancen und Risiken für Kinder

Unicef Digitale Welt birgt Chancen und Risiken für Kinder

Es gebe eine "digitale Kluft" beim Zugang und der Art und Weise, das Internet zu nutzen, welche eine "Informationsarmut" besonders bei benachteiligten jungen Menschen verfestige. Mit dem Internet drohten sich bestehende soziale und ökonomische Ungleichheiten weiter zu verschärfen, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Unicef-Jahresbericht "Kinder in der digitalen Welt". Das Netz erleichtere zudem sexuellen Missbrauch von Jungen und Mädchen und habe neue Wege des Kinderhandels eröffnet, warnte das UN-Kinderhilfswerk. Vor allem in Afrika und in arabischen Staaten seien viele junge Leute unfreiwillig offline. Wichtig sei es, digitale Kompetenzen früh zu fördern. Und um den Ausschluss von Kindern zu verhindern, gehören junge Menschen "ins Zentrum einer Digital-Politik" gerückt, empfiehlt UNICEF.

Der Zugang zu hochwertigen Inhalten - Übungsbüchern, Videos, digitalen Übungsanleitungen - ist heute bereits viel günstiger als in der Vergangenheit, hebt der Bericht positiv hervor. Oder Bildung via Handy und Computer für Kinder in Flüchtlingslagern sowie bessere Job-Chancen. Kinder und Jugendliche könnten sich übers Netz auch einfacher Gehör verschaffen und austauschen.

"Zu keiner Zeit war es so leicht, Wissen zu teilen und zusammenzuarbeiten". Allein 2016 seien fast 57 350 Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten registriert worden. Kinder können online außerdem mit ungewollten Inhalten konfrontiert werden oder potenziell gefährliche Kontakte schließen. In den Industrieländern nutzten insgesamt 81 Prozent der Menschen das Internet, in den ärmsten Ländern der Erde 15 Prozent. Mehr als 56 Prozent aller Webseiten sind auf Englisch. Die Digitalisierung werde Ungleichheiten verschärfen, wenn nicht gegengesteuert werde.

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