Bund pocht nach Niki-Verkauf weiter auf Wettbewerb

Flyniki Airbus A321

Euro ausgehandelt. Der deutsche Branchenprimus hatte dann aber den Kauf wegen Bedenken der EU-Wettbewerbshüter abgesagt.

Eigentlich hatte die Lufthansa bereits eine Übernahme von Niki für rund 190 Mio. "Nun wird die Fluggesellschaft für die lächerliche Summe von 20 Millionen Euro an die britische Holding IAG verscherbelt", sagt etwa CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach. Ein Verkauf wird bis Ende Februar angestrebt.

Wie berichtet, übernimmt der zu IAG gehörende spanische Billigflieger Vueling um 20 Millionen Euro große Teile von Niki. "Der Bund wird alles tun, den Schaden für den Steuerzahler zu begrenzen", sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums.

Nach Angaben des vorläufigen Niki-Insolvenzverwalters Lucas Flöther sollen nach der Übernahme durch IAG rund drei Viertel der Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Die Tochtergesellschaft der seit Monaten insolventen Air Berlin hatte Mitte Dezember Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb eingestellt. Zudem erklärte sich IAG bereit, der bisherigen Tochter der ebenfalls insolventen Air Berlin für die Zeit bis zur endgültigen Übernahme mit 16,5 Millionen Euro unter die Arme zu greifen. Nach Darstellung von IAG-Chef Willie Walsh passt Niki perfekt in die Strategie von Vueling.

Der Erwerber übernehme die Niki-Markenrechte, alle Start- und Landerechte der Niki Luftfahrt GmbH sowie bis zu 15 Mittelstreckenjets der Typen Airbus A320 und A321, teilte Flöther nach Unterzeichnung des Kaufvertrages am späten Freitagabend weiter mit. Die Spanier wollen bis zu 740 der 1.000 Niki-Mitarbeiter übernehmen.

Die Flugzeuge selbst sind in dem Kaufpreis nicht enthalten. Details zu den Strecken sollen demnächst bekannt gegeben werden. Derzeit steuert die Low-Cost-Airline von Wien aus nach Barcelona, Palma, Paris und Rom. "Mir war stets wichtig, dass es zu einer guten Lösung im Sinne der Beschäftigten und des Wettbewerbs kommt", sagte die SPD-Politikerin. IAG ist der drittgrößte europäische Luftfahrtkonzern. Dafür zahlt die Holding, zu der auch Iberia und die Billigflug-Tochter Vueling gehören, bis zu 36,5 Millionen Euro.

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