Bosch und Continental steigen bei Kartendienst Here ein

Here bietet hochauflösendes Kartenmaterial das für das autonome Fahren benötigt wird

Nachdem bereits Intel und eine Gruppe asiatischer Investoren im vergangenen Jahr Anteile an Here erworben haben, folgen jetzt die deutschen Zulieferer Continental und Bosch. Inzwischen hat sich auch der Chiphersteller Intel an Here beteiligt. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Genehmigung. Über die Kaufsumme wurde jeweils Stillschweigen vereinbart. Die beiden Unternehmen beteiligten sich mit jeweils 5 Prozent am Navigationsspezialisten, der 2015 von Nokia an Audi, BMW und Daimler verkauft wurde. Dabei gehe es um die "Entwicklung von Technologien, die für zuverlässige Verfügbarkeit von hochgenauen Daten für die effiziente Beförderung von Menschen und ihrer Güter sorgen". "Wir freuen uns darauf, zusätzliches profitables Wachstum durch den Einsatz der Here-Technologie im Bereich Mobilitätsdienste und automatisiertes Fahren zu generieren", erklärt Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender von Continental. Konkret wollen die Firmen bei den Echtzeitkarten von Here (HD Live Map) sowie bei der Autovernetzung von Continental (eHorizon) zusammenarbeiten. Das System soll Fahrern und ihren elektronischen Helfern so ein hochgenaues und aktuelles Bild des vorausliegenden Streckenabschnitts zugänglich machen. Geplant sei außerdem, die Positionsbestimmung des Fahrzeugs auf der Straße zu präzisieren. Die starke Bosch-Präsenz in Amerika, Asien und Europa gebe seinem Unternehmen die Möglichkeit, das Geschäft weiter global auszubauen.

Bosch verfolgt laut Pressemitteilung mit dem Einstieg das Ziel, "zum Anbieter datenbasierter Echtzeitdienste auch außerhalb der Automobilindustrie zu werden". Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, sagt: "Wir sehen mögliche Synergien bei datenbasierten Services für Industrie 4.0, Smart Home und Smart City".

Bosch will künftig Informationen eigener Radar- und Videosensoren zur Verfügung stellen, um die Karten von Here anzureichern. Auch drei chinesische Unternehmen wollten sich Ende 2016 an Here beteiligen und zusammen zehn Prozent am Kartendienst erhalten. Gleichzeitig setzt Bosch die Arbeit an der Straßensignatur mit Partnern wie TomTom, AutoNavi, Baidu, NavInfo und Increment P unverändert fort. Auf der diesjährigen CES will der Automobilzulieferer neue Lösungen vorstellen.

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