So gefährlich ist die Sicherheitslücke bei Prozessoren

Sicherheit – Security Screenshot

Bei Spectre wird ein Computerprogramm, etwa der Browser, dazu gebracht, Informationen zu verraten.

Laut einem Blogpost hat Google ein Update für das Mobilbetriebssystem Android in Arbeit, das den Fehler für ARM-Prozessoren addressiert. In den vergangenen Jahren hatten die Tech-Unternehmen ihre Geräte und Dienste unter anderem mit Verschlüsselung abgesichert - gingen dabei jedoch davon aus, dass von den Prozessoren selbst keine Gefahr droht.

Software-Updates sollen auch Google-Smartphones Nexus und Pixel sowie Handys anderer Hersteller mit dem Google-Betriebssystem Android geschützt haben.

Die Sicherheitslücken Meltdown (linkes Symbol) und Spectre (rechtes Symbol) werden die IT-Welt wohl noch eine ganz Weile beschäftigten.

Die zweite mögliche Attacke, Spectre, lässt zu, dass Programme einander ausspionieren können.

Intel-Chef Brian Krzanich hingegen kritisierte unterdessen manche Berichte in den Medien als völlig übertrieben. Bis die Probleme auf Hardware-Seite gelöst werden, kann es noch dauern. Es zeichne sich bereits ab, dass die Patches erfolgreich seien. Die Apple Watch soll von Meltdown nicht betroffen sein. Schließlich kostete eine weltweite Umtausch-Aktion das Unternehmen rund 500 Millionen Dollar. Die aktuellen Versionen der Betriebssysteme schützen demnach zumindest vor "Meltdown", ohne die Geräte zu verlangsamen. In den meisten Fällen werde der Leistungsabfall aber bei maximal zwei Prozent liegen.

Laut Intel haben auch Microsoft, Apple und Google bestätigt, dass die eingespielten Updates für die überwiegende Mehrzahl der Nutzer und Kunden kaum oder gar nicht bemerkbar seien dürften, betonte Intel.

Laut ersten Berichten soll das Sicherheitsupdate unter Windows die verbauten Prozessoren langsamer machen.

Intel hat sich bislang auf Anfrage noch nicht zu dem Problem geäußert, der Aktienkurs verlor an Nachmittag 2,5 Prozent. Apple äußerte sich zunächst nicht dazu und es war unklar, inwieweit Produkte des iPhone-Konzerns betroffen sind.

Microsoft scheint darauf nicht warten zu wollen und hat ein erstes Notfall-Update verteilt. Diejenigen aber, die Chromebook-Laptops, den Internetbrowser Chrome und die Google-Clouddienste nutzen, müssten mit einem eigenen Betriebssystem Updates installieren. Die Sicherheitslücke war bereits vor einiger Zeit entdeckt worden, die Technikbranche arbeitete seitdem daran, die Schwachstelle mit Softwareupdates zu schließen. Das soll die Rechenprozesse deutlich beschleunigen. Im schlimmsten Fall könnten Angreifer sogar auf dort gespeicherte Login-Daten oder Passwörter zugreifen. Er sei Herstellern wie AMD, ARM und Intel mitgeteilt worden.

Die nun bekannt gewordenen Lücken zeigten einmal mehr, wie abhängig viele Bereiche des täglichen Lebens von moderner Technologie seien, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag. "Die Belastung der deutschen Wirtschaft durch die jüngst bekanntgewordenen Sicherheitslücken in Mikroprozessoren dürfte gering ausfallen", sagte der für IT-Sicherheit zuständige Bitkom-Experte Nabil Alsabah.

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