Airbus sucht neue Aufträge für seinen A380 in China

Zu dem Zweck hat der europäische Flugzeughersteller mit seinen chinesischen Joint-Venture-Partnern während des Besuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron eine Rahmenvereinbarung geschlossen. Es wird erwartet, dass Airbus die Produktionszahlen des Werks in der nördlichen Hafenstadt Tianjin erhöhen wird.

Um die Einstellung der Produktion des A380 zu verhindern, diskutierte Airbus den Verkauf von 36 Flugzeugen für 16 Milliarden US-Dollar (13,3 Milliarden Euro) mit der Fluggesellschaft Emirates, doch laut Reuters scheiterten die Gespräche im vergangenen November. Airbus geht dabei von rund sieben Prozent mehr Passagieren pro Jahr aus und sieht in China einen Absatzmarkt für 6.500 neue Verkehrsflugzeuge bis 2036. Zuvor waren in Medien Hoffnungen auf neue Flugzeugaufträge geschürt worden, die aber sich zunächst nicht erfüllten. Weltweit will der Hersteller die Produktion der Jets wegen der starken Nachfrage bis Mitte 2019 auf 60 Maschinen pro Monat hochfahren. Der Flugzeugbauer stellt die A320-Flieger in seinen Fabriken in Toulouse, Hamburg, Tianjin und in Mobile in den USA her. Bis China auf Augenhöhe mit den Wettbewerbern fliegen kann, ist es nach Ansicht von Luftfahrtexperten aber noch ein weiter Weg.

Im Beisein von Macron und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping wurde eine Absichtserklärung über eine verstärkte industrielle Zusammenarbeit in Tianjin unterschrieben, wie Airbus mitteilte. Die Tageszeitung "Le Figaro" schrieb unter Berufung auf eine ungenannte Airbus-Quelle, dass es eine Bestellung für 50 bis 100 Flugzeuge geben könnte. Im Gegenzug solle China eine größere Zahl A380 ordern. In der zweiten Hälfte vergangenen Jahres wurde unter anderem auch der erste A320neo in Kundenhand übergeben. In dem Werk mit der Endmontage der A320 werden seitdem auch A330 lackiert, ausgestattet, getestet und ausgeliefert.

Chinas Luftverkehr wächst rasant und wird nach Airbus-Prognosen 2024 an den Vereinigten Staaten vorbeiziehen.

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