Autozulieferer Gerücht über Aufspaltung treibt Conti-Aktie hoch

Gerücht über Aufspaltung treibt Conti Aktie hoch

Mit einer Aufspaltung würde Conti dem Beispiel von Zulieferern wie Delphi und Autoliv folgen.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, Continental erwäge den umfassendsten Konzernumbau seiner Firmengeschichte.

Der Reifenhersteller und Automobilzulieferer Continental steht möglicherweise vor einer der größten Umwälzungen seiner Unternehmensgeschichte.

Vor einem Jahr hatte der Conti-Konzern beschlossen, das verbrennungsmotorlastige Geschäft mit den Antriebssträngen nicht - wie die Wettbewerber Delphi und Autoliv - abzuspalten, sondern im Konzern zu behalten. Börsianer hatten darauf begeistert reagiert. Das zweite Unternehmen trägt den Namen Aptiv und fokussiert sich auf innovative und vernetzte Mobilitätslösungen.

Die Aufspaltungstendenzen in der Branche schieben auch die Continental-Aktien zusammen mit einer robust laufenden Konjunktur seit Monaten kräftig an. Diskutiert werde auch eine Aufspaltung, hieß es unter Berufung auf Insidern. Zwischenzeitlich hatte die Hoffnung auf eine Conti-Holding, bei der Anleger unterschiedlich in die verschiedenen Bereiche des Unternehmens investieren könnten, die Aktie auf ein Rekordhoch bei 257,40 Euro getrieben. Gegen 15 Uhr notierte sie noch mit gut vier Prozent im Plus bei 248,10 Euro. Damit sind sie im Dax der mit Abstand stärkste Wert. Papiere anderer Autozulieferer wurden ebenfalls mit nach oben gezogen. Continental wuchs damit schneller als der globale Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, der im Vergleich zum Vorjahr und auf Basis vorläufiger Daten um lediglich um 2 Prozent zulegte. Die Anteile des französischen Reifenherstellers Michelin verteuerten sich um 1,77 Prozent.

Spekuliert wird über den Aufbau einer Dachgesellschaft und eine separate Börsennotierung der profitableren Sparten. Laut den informierten Kreisen befinden sich die Pläne noch in einem sehr frühen Stadium. Conti wollte hier mindestens 10,5 Prozent erreichen, während Analysten knapp 11 Prozent erwartet hatten. Eckdaten für das abgelaufene Jahr wollte das Management am Dienstagabend veröffentlichen. Nach Einschätzung von Finanzexperten dürfte der Konzern stark abgeschnitten haben. Conti gilt als vorsichtig bei der Prognose zum Jahresanfang.

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