Familienministerin Barley droht mit Frauenquote für Vorstände

Stillstand bei Frauen in Vorständen

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat eine positive Bilanz der Frauenquote für Aufsichtsräte in deutschen Firmen gezogen - allerdings die fehlende Signalwirkung für Vorstände beklagt. "Ein Frauenanteil von unter zehn Prozent in den Vorständen der großen deutschen Banken ist nicht hinnehmbar", sagte Barley dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Zumal, wie Plöger betonte, über 80 Prozent der Vorstände börsennotierter Unternehmen aus ein bis drei Personen bestünden.

In den Aufsichtsräten der rund hundert Unternehmen, die seit 2016 an die Frauenquote gebunden sind, ist der Frauenanteil auf durchschnittlich 30 Prozent gestiegen.

"Dort wo selbstgesetzte Zielgrößen nicht wirken, brauchen wir klare Regelungen". "Ansonsten wird sich in von Männern dominierten Führungsetagen nichts ändern", sagte die SPD-Politikerin.

In ihrem Wahlprogramm hatte die SPD eine feste Quote von 50 Prozent für Führungsgremien anvisiert.

Offen ist jedoch, wie Barley ihre Pläne realisieren will. Zwei Jahre nach Einführung der Geschlechterquote zeige sich: "Sie greift, wie in anderen europäischen Ländern auch", sagt Elke Holst, Forschungsdirektorin für Gender Studies am DIW Berlin, die Daten zu mehr als 500 Unternehmen in Deutschland erhoben und ausgewertet hat. Eine Regierungsbeteiligung der SPD ist trotz der laufenden Sondierungsgespräche noch nicht sicher. Der CDU-Wirtschaftsrat und die FDP reagierten ebenfalls ablehnend auf Barleys Vorstoß.

"Geht die Große Koalition diesen Weg von mehr Quoten und bürokratischen Vorschriften, engen wir die qualitative Personalauswahl nur noch weiter ein", sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, dem Handelsblatt. Für gesetzlichen Druck plädieren die Grünen.

Aufholbedarf gibt es nach Ansicht des DIW besonders im Finanzsektor: Der Frauenanteil in den Vorständen und Aufsichtsräten der hundert größten Banken stieg 2017 zwar leicht auf knapp neun beziehungsweise 23 Prozent. Das heißt: Sie müssen neue Aufsichtsratsposten so lange mit Frauen besetzen, bis 30 Prozent des Kontrollgremiums weiblich sind. Wird bei einer Neubesetzung die Quote nicht eingehalten und für einen frei werdenden Posten keine Frau gefunden, sollen Stühle unbesetzt bleiben. Für die Vorstände gibt es bislang keine verbindliche Quotenregelung.

Ähnliche Neuigkeiten:

Heiße Neuigkeiten

isis-killer-beheading-video-story-top Wirbel um Schmelzer-Aussagen zu BVB-Torjäger Aubameyang
Jan 10, 2018 - 17:14
Vorausgegangen waren Statements von Schmelzer über " kleine Störfeuer " im Team, die zu einem " Riesenbrand " ausarten könnten. Das Problem: So hatte der BVB-Kapitän das nicht gesagt. "Wir als Mannschaft haben oft darüber gesprochen".

isis-killer-beheading-video-story-top Gillian Anderson auf dem "Walk Of Fame"
Jan 10, 2018 - 15:24
Er ließ ihr eine Nachricht ausrichten: " Wir werden immer vereint sein als Partner, Freunde und jetzt auch als Nachbarn ". Plakette und ging vor jubelnden Fans und Fotografen auch auf dem im Bürgersteig eingesetzten Stern zu Boden.

isis-killer-beheading-video-story-top Hugh Grant wird wieder Papa - zum fünften Mal in sieben Jahren
Jan 10, 2018 - 13:49
Der 57-Jährige Schauspieler hat bereits vier Kinder von drei Frauen - nun scheint offenbar Baby Nummer fünf unterwegs zu sein. . Sohnemann John Mungo kam im September 2012 zur Welt, im Dezember 2015 folgte ein Mädchen.