Studie: Attraktive Politiker haben größeren Wahlerfolg

Jan Ralf Nolte

Bei den Frauen führt Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht mit 4,08 Punkten. Das gilt offenbar auch in der Politik. Mit anderen Worten: Wer attraktiv ist, gewinnt.

Der Rückzug aus den Jamaika-Verhandlungen hat FDP-Parteichef Christian Lindner zwar vorübergehend Sympathiepunkte gekostet. Im Vergleich zu den Wahlen 2012 bis 2013 hatte die Attraktivität den bislang größten Einfluss. Auch die Wahlbeteiligung erhöhe sich, je attraktiver die Kandidaten. Sie wurden von einer Jury aus zwölf Männern und zwölf Frauen auf einer Attraktivitätsskala von null (unattraktiv) bis sechs (sehr attraktiv) bewertet.

Die unattraktivste Messung lag bei 0,04, die attraktivste bei 5,33 (Celine Erlenhofer). Auf Platz drei folgt AfD-Fraktionschefin Alice Weidel, 38 (3,25 Punkte). Das Schlusslicht bildet AfD-Frontmann Alexander Gauland mit 0,54 Punkten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt auf Rang neun, SPD-Chef Martin Schulz auf acht. Laut einer Studie kommt der attraktivste Kandidat der Bundestagswahl 2017 aus Hessen. Der schönste Mann unter den Kandidaten ist laut der Studie Jan Ralf Nolte (AfD) aus dem hessischen Waldeck (Wahlkreis 167). Das bedeutet natürlich nicht, dass nur die Schönsten gewinnen.

In Frankreich prognostizierten Kinder den Ausgang einer französischen Parlamentswahl mit verblüffender Genauigkeit: In etwa 70 Prozent der Wahlkreise tippten sie mit einem kurzen Blick auf den Politiker, der später tatsächlich gewählt wurde. Und auch Nolte verlor gegen die SPD-Kandidatin in Waldeck. Ulrich Rosar mit seinem Team zu der Frage, welche Faktoren die Stimmabgabe an der Wahlurne beeinflussen. Am allerwichtigsten sei zudem immer noch die Parteizugehörigkeit. Und vor der Attraktivität der Person spielt ihre Bekanntheit eine noch größere Rolle. Die persönliche Sympathie für einen Kandidaten stehe laut Wahlforschung nur an vierter Stelle, so der Politologe - nach Sachkompetenz, Glaubwürdigkeit und Führungsqualität. Außerdem vergäben die meisten Wähler Erst- und Zweitstimme an dieselbe Partei. Nur weil ein Kandidat gut aussieht, wählt ein CSU-Anhänger also noch keinen Linken. Nach Darstellung der Düsseldorfer Wissenschaftler ist das kein Problem: Es gebe einen "Attraktivitätskonsens". Die Auswertungen ergaben, dass Männer unter den Direktkandidaten tendenziell niedrigere Attraktivitätswerte als Frauen haben.

Wie stark sich das Aussehen eines Kandidaten auf das Wahlergebnis auswirkt, wird in der noch andauernden Studie nicht deutlich. Am heutigen Mittwoch will Rosar das Ergebnis der Studie veröffentlichen. Das Ergebnis: Das Aussehen wird für die Wähler immer wichtiger.

Die Studie wollte herausfinden, ob gut aussehende Politiker erfolgreicher bei Wahlen abschneiden als die weniger attraktive Konkurrenz. Für eine Anfrage zum Thema Attraktivität war sie gestern jedoch nicht verfügbar. Das verpasste im Jahr 2015 der CDU-Abgeordneten Jana Schimke den Titel "Miss Bundestag". Stress im Sondierungsendspurt. Schönheit ist eben nicht alles.

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