Wikileaks-Gründer Julian Assange hat eine neue Nationalität

Assange zeigt sich auf sinem Twitter Account in ecuadorianischen T-Shirt

Wikileaks-Gründer Julian Assange hält sich seit Juni 2012 in der Botschaft Ecuadors in London auf.

"Ecuador weiß, dass der Weg zur Lösung der Angelegenheit ist, dass Julian Assange die Botschaft verlässt und sich der Justiz stellt", teilte ein Sprecher des Außenministeriums mit. Mit einem Diplomatenstatus hätte Assange beim Verlassen der Botschaft einer Festnahme durch die britischen Behörden entgehen können. Assange habe im September 2017 die ecuadorianische Staatsbürgerschaft beantragt, sagte Außenministerin Maria Fernanda Espinosa am Donnerstag in Quito. Die Anfangsziffer 17 in Assanges Ausweisnummer wird eigentlich an Ecuadorianer vergeben, die in der Hauptstadtprovinz Pichincha geboren wurden. "Großbritannien hat diesem Antrag weder stattgegeben, noch führen wir mit Ecuador Gespräche zu diesem Thema".

Die ecuadorianische Regierung hatte mitgeteilt, sie strebe ein Vermittlungsverfahren an, um das Asyl zu beenden. Aussenministerin Espinosa betonte in Quito, man stehe in "ständigem Kontakt" mit der britischen Regierung.

Unter dem linken Präsidenten Rafael Correa wollte Ecuador mit dem Asyl für den wegen seiner Veröffentlichungen umstrittenen Assange unterstreichen, dass man eine Politik der "Verteidigung von Menschenrechten" verfolgt und politisch Verfolgten Schutz gewähre. Ihr Land habe sich für die Einbürgerung von Assange entschieden, während es nach Wegen zu einer Lösung seiner Lage suche, sagte sie. Er hatte Angst, von Schweden aus an die USA überstellt zu werden.

Assange muss damit rechnen, nach Verlassen der Botschaft festgenommen und letztlich an die USA ausgeliefert zu werden.

Die britische Polizei erklärte jedoch, Assange beim Verlassen der Botschaft auch weiterhin festnehmen zu wollen, weil er gegen Kautionsauflagen verstossen habe.

Assange hat das Strafverfahren gegen ihn in Schweden stets als politisch motiviert bezeichnet.

2010 hatte WikiLeaks - unter Federführung von Assange und des Deutschen Daniel Domscheit-Berg - mehr als 250.000 vertrauliche Dokumente von US-Botschaften veröffentlicht. Dort droht ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats und möglicherweise die Todesstrafe, weil Wikileaks hunderttausende geheime Dokumente veröffentlicht hatte, unter anderem über das Vorgehen der US-Streitkräfte im Irak und in Afghanistan.

Ähnliche Neuigkeiten:

Heiße Neuigkeiten

isis-killer-beheading-video-story-top Toyota und Mazda planen neues Werk in Alabama
Jan 11, 2018 - 12:06
Der Süden lockt vor allem ausländische Hersteller mit einem geringeren Gewerkschaftseinfluss und günstigeren Produktionskosten. Die japanischen Autobauer Toyota und Mazda wollen nach Informationen von Insidern im US-Südstaat Alabama ein Werk bauen.

isis-killer-beheading-video-story-top Millionenraub im Hotel Ritz in Paris - Diebe kamen mit Äxten
Jan 11, 2018 - 09:23
Paris - Das Luxushotel "Ritz" in Paris wurde am Mittwochabend von fünf schwer bewaffneten Gangstern überfallen! Das traditionsreiche Ritz-Hotel liegt an der vornehmen Place Vendôme im Herzen der französischen Hauptstadt.

isis-killer-beheading-video-story-top Markus Söder passt laut BR-Umfrage zu Bayern
Jan 10, 2018 - 22:03
Die CSU wiederum zeigt sich verbessert, aber noch deutlich von früheren Werten entfernt. Doch nur gut die Hälfte (53 Prozent) hält Söder für sympathisch.