Apple muss in Großbritannien 153 Millionen Euro Steuern nachzahlen

Laut Berechnungen der Financial Times zahlte Apple in den wichtigen europäischen Märkten zwischen 2005 und 2015 344 Millionen Euro Steuern.

IT-Firmen wie Apple stehen oft wegen ihres komplexen Firmengeflechts in der Kritik, das offensichtlich ausschließlich der Steuerersparnis dient.

Apple Europe soll den Unterlagen zufolge nicht genügend Einnahmen von einer irischen Schwesterfirma erhalten haben. Dabei bezahlt etwa eine irische Firma die britische für Aufgaben wie Marketing, Sales und Finanzdienstleistungen. Zu diesem Schluss kommt das britische Finanzamt Her Majesty's Revenue and Customs in einer umfassenden Steuerprüfung. Das soll aus Zahlen von Apple Europe hervorgehen, einer von mehreren Niederlassungen des iPhone-Herstellers in Großbritannien.

Demnach soll die Nachzahlung von Steuern und Zinsen durch "zunehmenden Aktivitäte" von Apple im Vereinigten Königreich ausgelöst worden sein.

Apple kommentierte den Vorgang nur in den üblichen Worten: Man sei der weltweit größte Steuerzahler und als solcher noch nirgends je einen Euro, Dollar oder was auch immer an Steuern schuldig geblieben.

Der Steuerstreit, in den nicht nur Apple, sondern zahlreiche multinational operierende Konzerne involviert sind, führt für Apple nun zu einer weiteren Steuernachforderung, diesmal in Großbritannien. Auch in Irland muss sich Apple mit Steuernachzahlungen beschäftigen - hier jedoch in einer anderen Größenordnung, nämlich 13 Mrd. Denn Apple und auch Irland gehen gegen die Entscheidung der EU vor, die 2016 von Irland gewährte Steuernachlässe als illegal und somit als unerlaubte Beihilfe eingestuft hatte. Erfahren Sie in unserem Webinar, warum HPE-Server die sichersten Industrie-Standard-Server der Welt sind und wie Sie ihr Unternehmen zu mehr Agilität verhelfen.

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