Bitcoin - Südkorea will Kryptowährung verbieten, Kurse fallen

In Südkorea haben Pläne der Regierung für ein Verbot des Handels
mit virtuellen Währungen für erheblichen Wirbel gesorgt

Die südkoreanische Regierung hat am Donnerstag angekündigt, den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin zu verbieten. Grund für diesen Schritt sei die Sorge vor einer Beeinträchtigung der Stromversorgung gewesen - das Erzeugen von Bitcoin ist extrem energieintensiv.

Erst war es nur ein Gerücht, das durch einige Blogs waberte: Die Regierung in Peking wolle das Schürfen von Bitcoin in China verbieten. Bislang ist der Markt nicht reguliert. Seine Behörde bereite ein Gesetz vor, "das sämtliche Transaktionen auf der Grundlage von Kryptowährungen über Handelsplattformen" verbiete, sagte Justizminister Park Sang-ki. Ein entsprechendes Gesetz sei in Vorbereitung.

Betreiber von Krypto-Plattformen in Südkorea berichteten von Ermittlungen und Durchsuchungen durch Polizei und Steuerbehörden, begründet mit dem Verdacht der Steuerhinterziehung und anderer krimineller Aktivitäten. "Wir hatten schon häufig Staaten, die über Verbote nachgedacht haben", sagt der Deutsche Oliver Flaskämper, der mit Bitcoin.de die einzige deutsche Krypto-Börse betreibt.

Ob es in Südkorea zu einem Bitcoin-Verbot kommt, ist noch offen.

Das Präsidialamt in Seoul betonte später, eine Schließung des einheimischen Handels sei eine von verschiedenen Maßnahmen. Einen Beschluss werde es nach Beratungen zwischen den Ministerien geben. Einem gesetzlichen Verbot des Handels mit Bitcoin und anderen Digitalwährungen müsste zudem die Mehrheit des Parlaments zustimmen. "Die Botschaft dürfte den Markt noch stärker unter Druck setzen und im Klammergriff halten". Analysten erwarten, dass der Handel in dem Fall schwieriger werden wird, viele Anleger dann aber in andere Länder wie etwa Japan ausweichen werden. Auch aus den USA droht Gegenwind.

Der Höhenflug von Cyberdevisen und die damit einhergehende Angst vor einer Blase rufen auch anderswo Politiker und Aufsichtsbehörden auf den Plan.

Insidern zufolge will sich der Senat im kommenden Monat mit den Risiken von Kryptowährungen befassen. Die Befragung der Chefs der Börsenaufsicht (SEC) sowie der Derivate-Aufsicht (CFTC), Jay Clayton und Christopher Giancarlo, sei für Anfang Februar angesetzt. "Ich kann mit annähernder Sicherheit sagen, dass sie ein böses Ende nehmen werden", sagte er am Mittwoch dem US-Sender CNBC. Ripple und Litecoin sackten um bis zu 19 beziehungsweise bis zu zehn Prozent ab.

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