Deutsche Wirtschaft wächst weiter - so stark wie seit 6 Jahren nicht mehr

Das Bruttoinlandsprodukt legte um 2,2 Prozent

Die staatlichen Haushalte haben im vergangenen Jahr einen Rekordüberschuss erzielt.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Zahlen bekanntgab, legte das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 Prozent zu.

Nahezu alle Wirtschaftsbereiche waren an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2017 beteiligt.

► Getragen wurde der kräftige Wirtschaftsaufschwung demnach von der Kauflust der Verbraucher, gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen und der starken Weltwirtschaft, die die Nachfrage nach "Made in Germany" ankurbelt.

Von dem Konjunkturboom profitierte auch der Fiskus: Der deutsche Staat hat 2017 zum vierten Mal in Folge mehr Geld eingenommen als ausgegeben. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent des BIP.

Der deutsche Staat nahm 2017 das vierte Mal in Folge mehr Geld ein als er ausgab. Obwohl es diesmal mehrere Arbeitstage weniger gab, wurde das 2016 erreichte Ergebnis von 1,9 Prozent übertroffen. In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres wurden Maschinen, Autos und andere Waren im Wert von 1,18 Billionen Euro ausgeführt - ein Plus von 6,5 Prozent zum Vorjahr. "Die deutsche Wirtschaft brummt", brachte es jüngst ifo-Präsident Clemens Fuest auf den Punkt. Angesichts der guten Lage investierten die Unternehmen auch wieder mehr, ihre Ausgaben für Maschinen, Geräte und Fahrzeug erhöhten sich um 3,5 Prozent. Die Exporte liegen nun etwa 30 Prozent höher als vor der Finanzkrise 2007, das BIP ist etwa zehn Prozent höher.

Europas größte Volkswirtschaft profitiert auch von den niedrigen Zinsen. Kalenderbereinigt ergab sich sogar ein Wachstum von 2,5 Prozent. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten 2,3 Prozent Wachstum prognostiziert. Ein - wenn auch minimales - Minus hatte Deutschland zuletzt 2013 verbucht.

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