Facebook legt wieder mehr Wert auf Familie und Freunde

BuzzFacebook Das soll sich jetzt ändern

Dagegen werden Beiträge von Freunden und Familienangehörigen wieder prominenter platziert. Die Beiträge von Unternehmen sollen zudem danach priorisiert werden, "ob sie zu bedeutungsvollen Interaktionen ermutigen".

► Facebook-Nutzer hatten zunehmend bemängelt, dass Beiträge von Unternehmen und Medien zu stark in den Vordergrund gerückt waren. Die Veränderungen sollen bereits in den nächsten Wochen die Newsfeeds der rund 2 Mrd Nutzer erreichen.

Facebook ändert den Algorithmus, mit dem es Beiträge im Newsfeed sortiert und priorisiert, immer mal wieder.

Beiträge von Facebook-Seiten werden grundsätzlich weiterhin den Weg in den Newsfeed finden - aber bevorzugt, wenn sich der Freundeskreis darüber austauscht.

Für viele Unternehmen und Medien dürften die Änderungen einen radikalen Einschnitt bedeuten. Facebook hatte in den vergangenen Jahren im Gegenteil versucht, verstärkt zur Plattform für Medieninhalte zu werden. Wer bisher noch kein Konto bei Zuckerbergs Netzwerken hat, will wahrscheinlich auch in Zukunft keines mehr. "Dies wird eines der wichtigeren Updates", sagte der zuständige Produktmanager John Hegeman. Die Zahl der Anzeigenplätze im Newsfeed werde zugleich nicht erhöht.

Damit wäre es denkbar, dass der Schritt den Wettbewerb um vorhandene Werbeslots anheizt. "Ich ändere die Vorgabe für unsere Produktteams von der zielgerichteten Unterstützung bei der Suche nach relevanten Inhalten so, dass sie euch helfen, sinnvollen sozialen Austausch zu haben", so Zuckerberg.

Ein Grund für die Änderungen sei auch, dass laut Studien Kontakte über soziale Medien mit Menschen, die einem wichtig sind, gut für das Wohlbefinden sein könnten. Das geht zu Lasten öffentlicher Inhalte, also Beiträgen von Medien wie heise online, Unternehmen und Marken, aber auch aufgezeichneter Videos. Auf seiner Facebookseite schrieb Zuckerberg, für Facebook gebe es angesichts von Missbrauch und Hass "viel zu tun".

Zuckerberg geht davon aus, dass durch die Änderungen die Verweildauer der Nutzer auf Facebook ebenso wie einige andere Werte über deren Engagement sinken. Damit werde die Entscheidung auf lange Sicht auch für das Geschäft gut sein, so der Facebook-Chef. "Wir müssen das System neu fokussieren", sagte Zuckerberg der "New York Times".

Facebook-Manager Hegeman bestritt, dass die Änderungen zur sogenannten "Filterblase" führen könnte - einer Situation, bei der ein Nutzer von Algorithmen nur Inhalte angezeigt bekommt, die zu seinen Ansichten passen. Mehr Freunde und Familie, weniger Marken und Medien lautet das Credo. Zugleich hätten aber die meisten Nutzer so viele Freunde bei dem Netzwerk, dass man unterm Strich verschiedenen Ansichten ausgesetzt sei. Das Online-Netzwerk war vor allem nach dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 für die Ausbreitung gefälschter Nachrichten auch über dubiose Facebook-Seiten kritisiert worden.

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