Niki: Hauptverfahren in Österreich

Niki war- nach der Mitte August von ihrer Mutter Air Berlin beantragten Insolvenz- ebenfalls in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert. Fotzo Rainer Jensen  Archiv

"Diese Eröffnung widerspricht der Europäischen Insolvenzordnung", teilte der Anwalt mit.

Fairplane zeigte sich über die Entscheidung erfreut: "Es freut uns sehr, dass das Landesgericht Korneuburg damit unserer Rechtsansicht folgt", erklärte Fairplane-Geschäftsführer Andreas Sernetz.

Nun ist es fix: Die Air Berlin-Tochter Niki hat nun offizielle Insolvenz angemeldet. Laut Kreditschutzverband KSV1870 wurde der Antrag in der Form eines sogenannten Sekundärverfahrens beim Landesgericht Korneuburg eingebracht. FairPlane vertritt aktuell die Forderungen von 3.000 Niki-Passagieren mit einer Gesamtforderungshöhe von 1,2 Millionen Euro und ist damit der größte Niki-Gläubiger für Fluggastrechte.

Wien (Reuters) - Die Air-Berlin-Tochter Niki hat nun auch in Österreich Insolvenzantrag gestellt.

Niki war- nach der Mitte August von ihrer Mutter Air Berlin beantragten Insolvenz- ebenfalls in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert. Fotzo Rainer Jensen  Archiv
Niki stellt in Österreich Insolvenzantrag

Ein Sprecher des Landgerichts Korneuburg bestätigte den Eingang des Insolvenzantrages und betonte: "Sollte das Gericht den Antrag annehmen, wird das Hauptverfahren in Deutschland mit Lucas Flöther als Insolvenzverwalter bleiben". Dabei ging es um die Frage der Zuständigkeit des deutschen oder österreichischen Insolvenzgerichts. Den letzten Zug hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Denn am Montag hatte das Landgericht Berlin entschieden, dass nicht das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg für Niki zuständig sei, sondern Österreich.

Der KSV1870 begrüßt den Schritt des Unternehmens, da nach Eröffnung eines österreichischen Insolvenzverfahrens ein österreichischer Masseverwalter in Kooperation mit dem vorläufigen deutschen Insolvenzverwalter und mit Unterstützung des Gläubigerausschusses gemeinsam an der Herbeiführung einer schadensminimierenden Lösung arbeiten kann.

Niki war - nach der Mitte August von ihrer Mutter Air Berlin beantragten Insolvenz - ebenfalls in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert, nachdem ein rascher Verkauf von Niki bzw. ihren Assets (Flugrechten) an Bedenken der EU-Wettbewerbsbehörde gescheitert war. Vueling hatte 20 Millionen Euro für Niki geboten und zusätzlich einen Kredit von 16,5 Millionen Euro für den Erhalt der Betriebsfähigkeit von Niki gegeben. Durch den Kompetenzstreit der Gerichte schien bis zuletzt die Übernahme der Assets von Niki durch IAG doch noch zu platzen. Vueling will am Kaufvertrag festhalten.

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