Mordprozess Angeklagter gesteht Messerangriff von Hamburg vor Gericht

Polizisten bei Antiterroreinsatz in Hamburg

Die Nachricht schockierte Ende Juli ganz Hamburg: Ein Messerstecher tötete in einem Supermarkt einen 50-jährigen Mann und verletzte sechs weitere Passanten, die ihm im Stadtteil Barmbek zufällig über den Weg liefen.

Er gab an, aus religiösen Motiven gehandelt zu haben.

Der Angeklagte im Mordprozess um die Messerstecherei in einem Hamburger Supermarkt hat zu Prozessbeginn am Freitag von seinem Anwalt ein Geständnis verlesen lassen.

Der 26-Jährige bekenne sich "in allen Anklagepunkten noch einmal ausdrücklich schuldig". Die Tat habe einen religiösen Hintergrund gehabt, der zum damaligen Zeitpunkt eine grundsätzliche Bedeutung für den Beschuldigten hatte. Ahmad A. sei es aus einer islamistischen Gesinnung heraus darum gegangen, "möglichst viele deutsche Staatsangehörige christlichen Glaubens zu töten", so das Ergebnis ihrer Ermittlungen. Die wirft ihm Mord sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. "Er stand unter einer sehr großen Anspannung, aus der heraus er die Taten begangen hat", sagt Verteidiger Burchard.

Dafür beantwortete er Fragen zu seinem Lebenslauf. Deshalb könne sich der Angeklagte auch nicht an Einzelheiten der Tat erinnern und werde dazu nichts sagen. In seiner Flüchtlingsunterkunft wurde eine kleine, selbstgebastelte Fahne der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gefunden. "Ich hatte den Eindruck, dass ich nicht mitgekommen bin", erklärte er laut Dolmetscher, der aus dem Arabischen übersetzte. Der Anwalt erklärte dazu: "Er fällte diesen Entschluss als Beitrag für den weltweiten Jihad". Die Terrorgruppe hat sich aber nicht zu der Messerattacke bekannt. Seine Mutter sei Lehrerin.

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