Prozess um islamistischen Messerangriff von Hamburg-Barmbek startet

Prozess um islamistischen Messerangriff von Hamburg

Hamburg. Der Angeklagte im Mordprozess um das Messerattentat in einem Hamburger Supermarkt hat zu Prozessbeginn von seinem Anwalt ein Geständnis verlesen lassen.

Bei dem Angriff vor fünfeinhalb Monaten war ein Mann getötet worden, sechs weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Ahmad A. sei es aus einer islamistischen Gesinnung heraus darum gegangen, "möglichst viele deutsche Staatsangehörige christlichen Glaubens zu töten", so das Ergebnis ihrer Ermittlungen. Rache für Unrecht, das aus seiner Sicht weltweit den Muslimen zugefügt wurde. "Herr A. erklärt, dass er die Verantwortung für die von ihm begangenen schwersten Straftaten übernimmt", sagte sein Verteidiger vor dem Hamburger Oberlandesgericht. Ahmad A. ließ weiter erklären, dass er Fragen zu den Details der Taten nicht beantworten werde. "Er fällte diesen Entschluss als Beitrag für den weltweiten Dschihad", sagt die Vertreterin der Bundesanwaltschaft, Yasemin Tüz, bei der Verlesung der Anklage.

Dafür beantwortete er Fragen zu seinem Lebenslauf. In seiner Flüchtlingsunterkunft wurde eine kleine, selbstgebastelte ISIS-Fahne gefunden. Geboren ist der Palästinenser in Saudi-Arabien, seine Mutter war Lehrerin. Demnach hatte er angefangen, Zahnmedizin zu studieren, aber dann abgebrochen. Nach Deutschland kam der demnach, um arbeiten und auf eigenen Beinen stehen zu können. Auch die westliche Lebensweise sei anfangs ein Grund gewesen.

Doch zu diesen Angaben möchte sich der Mann am Freitag ebenfalls nicht äußern: "In den ersten drei Tagen war ich verletzt und konnte mich nicht konzentrieren", sagt er lediglich laut Übersetzung seines Dolmetschers.

Fragen zu einem Konsum von Alkohol oder Drogen wollte er ebenso wenig beantworten wie Fragen zu einer Hinwendung zur Religion oder zu ISISt. Für eine IS-Mitgliedschaft beim Islamischen Staat, der sich nicht zu der Messerattacke bekannte, haben die Ermittler aber keine Anhaltspunkte.

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